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Das Schnarchgeräusch ist in den meisten Fällen eine zwar lästige, doch an sich harmlose Begleiterscheinung unserer allgemeinen Entspannung während des Schlafes. Ist das Schnarchgeräusch jedoch besonders laut oder unregelmäßig, sollte den Ursachen auf den Grund gegangen werden, denn oft ist dies ein ernstzunehmender Hinweis auf eine Schlafapnoe.
Schnarchen ist in deutschen Schlafzimmern wahrscheinlich der häufigste Störfaktor eines erholsamen Schlafes. Die geräuschvolle Form der nächtlichen Atmung gehört für viele Paare unfreiwillig zu jeder gemeinsamen Nacht. Statistisch betrachtet schnarcht jeder zweite Mann über 50 Jahren. Frauen schnarchen in jüngeren Jahren seltener als ihre männlichen Altersgenossen, nach den Wechseljahren schnarchen sie jedoch ebenso häufig. Während der Schnarchende nur manchmal durch seine lautstarke Atmung wach wird, tut sein Bettpartner oft kein Auge zu.
Die Muskulatur der oberen Atemwege lässt im Schlaf soweit nach, dass der regelmäßige Luftstrom beim Atmen das Gaumensegel hörbar in Schwingung bringen kann. Im Wachen verhindert die höhere Muskelspannung eine solche Beweglichkeit. Engpässe im Nasen- und Rachenbereich, zum Beispiel bei Schnupfen, verstärken das Geräusch.
In einigen Fällen kann Schnarchen jedoch auch Ausdruck einer ernsthaften Fehlfunktion der nächtlichen Atmung sein. Beim sogenannten obstruktiven Schnarchen lassen die Kräfte der Schlundmuskulatur, die die oberen Atemwege normalerweise offenhalten, soweit nach, dass es zu einer Verengung der Luftwege kommt. In der Rückenlage rutscht der Zungengrund nach hinten und verschließt den Eingang der Luftröhre teilweise. Die Schlafenden atmen gegen dieses Hinderniss an, die Lautstärke ihres Schnarchens steigert sich.
Obstruktives Schnarchen ist häufig ein Zeichen für ein sogenanntes Schlafapnoe-Syndrom. Der Kollaps der Atemwegsmuskulatur, der die Ursache für obstruktives Schnarchen ist, kann in schweren Fällen zu einem vollständigen Verschluss der Atemwege führen. Als Folge treten sekundenlange, manchmal über eine Minute andauernde Atemstillstände, sogenannte Apnoen, auf. Wird der Körper aufgrund dieser vollständigen Atemblockade nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, greift er zur Selbsthilfe. Der Schlafende wacht für einen kurzen Augenblick auf, die Muskelspannung erhöht sich wieder und die Verengung der Atemwege wird vorübergehend aufgehoben. Das Schnarchen setzt nun solange aus, bis der Betroffene wieder einschläft und sich seine Muskulatur erneut entspannt.
Je häufiger ein Apnoiker in der Nacht erwacht, desto weniger erholsam wird sein Schlaf. Betroffene fühlen sich am Morgen oft unausgeschlafen und kaputt, können sich jedoch nicht daran erinnern, in der Nacht aufgewacht zu sein. Die kurzen, nächtlichen Aufwachvorgänge werden auch „Arousals“ genannt. Sollten Sie oder Ihre Partnerin also lautes, anschwellendes Schnarchen und Atemstillstände während Ihres Schlafes bemerken, fragen Sie dringend Ihren Arzt um Rat.
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