Bewegung – das Mittel der Wahl
Viele Schlafprobleme sind auf mangelnde Bewegung während des Tages zurückzuführen: Wir fahren mit dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen, benutzen Fahrstühle statt Treppen, sitzen tagsüber am Schreibtisch und abends vor Computer und Fernseher. Doch für dieses Leben sind wir nicht geschaffen. Wenn wir unsere Beine nicht zum Laufen, die Hände nicht zum Zupacken oder die Arme nicht zum Heben einsetzen, verkümmert unsere Muskulatur. Und wenn wir unseren Kreislauf nicht immer wieder in Schwung bringen, geraten wir bald bei der geringsten Anstrengung außer Atem. Am Abend sind wir zwar erschöpft, doch die für den Schlaf erforderliche „Bettschwere“ stellt sich oftmals nicht ein.
Wenn wir Sport treiben und uns viel bewegen, bleiben wir nicht nur fit, beweglich und gelenkig, sondern stärken auch unser Herz-Kreislauf- und unser Immunsystem. Und wir schaffen eine wichtige Voraussetzung für erholsamen Schlaf, denn maßvolle körperliche Verausgabung macht müde.
Nach einer neuen deutsch-amerikanischen Studie, die an der Universität Regensburg vorgestellt wurde, wirkt sich Sport am Abend – entgegen früheren Auffassungen – nicht störend auf den Schlaf aus. Im Gegenteil. Maßvolle sportliche Aktivitäten, die mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen beendet sind, eignen sich hervorragend zum Stressabbau und zur Entspannung, die wiederum die Schlafbereitschaft erhöht. Das gilt sowohl für Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen und Radfahren, als auch für Ganzkörpergymnastik und Krafttraining. Am sinnvollsten ist es jedoch, selbst auszuprobieren, welcher Zeitpunkt für die sportliche Betätigung am günstigsten ist. (Stiftung Warentest | www.test.de/buecher)
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