Die Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe mit Hilfe von Protrusionsschienen
Durch das Entspannen von Gaumensegel und Zunge verengen sich im Schlaf die Atemwege. Beim Atmen entsteht so eine Vibration der Weichteile, das bekannte Schnarchgeräusch. Grundsätzlich geht hiervon noch keine gesundheitliche Gefährdung aus. Die Schnarchgeräusche können jedoch störend sein, daher bezeichnet man diesen Vorgang als das "Soziale-Schnarchen".
Zu einer gesundheitlichen Gefährdung führt das Schnarchen, wenn der hintere Rachenbereich verschlossen wird und es zu Atemaussetzern kommt, der so genannten Schlafapnoe. Diese Atemaussetzer führen zu einer Sauerstoffuntersättigung, die in Folge eine verstärkte Herz-Kreislaufbelastung, Müdigkeit und Abgespanntheit bedeuten kann.
Die Protrusionsschienen helfen das störende Schnarchen zu unterbinden, den Rachenraum zu öffnen und die gefährlichen Atemaussetzer zu verhindern.
Die Protrusionsschiene besteht aus je einer Kunststoffschiene im Ober- und Unterkiefer, die mit einem Gelenk verbunden sind. Der Unterkiefer wird von der Schiene während des Schlafes in einer individuell einstellbaren Lage gehalten und so die Einengung oder der Verschluss des Rachenraumes verhindert.
Nachfolgend finden Sie die Abbildungen einer Auswahl von Protrusionsschienen, die bereits erfolgreich zur Therapie von Atemwegsverschlüssen eingesetzt werden:
1. RP-Schiene nach Röers
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2. TAP-T-Schiene nach Dr. Thornton
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3. IST-Schiene nach Prof. Hinz ©
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Es handelt sich beim RP-, TAP-T- und IST-System um Schienen im Ober- und Unterkiefer, welche mit einem patentierten Schaniersystem verbunden sind. Das Schienensystem hält den Unterkiefer nach vorn verlagert, somit bleibt der Rachenraum geöffnet und das Gaumensegel wird gestrafft. Auch während des Schlafes, wenn die Muskulatur erschlafft, wird der Unterkiefer durch das Schienensystem gehalten und kann nicht nach hinten absacken. Der Atemweg wird frei gehalten und die Atemaussetzer werden verhindert. Durch die Straffung des Gaumensegels kann im Idealfall auch kein Schnarchgeräusch mehr entstehen bzw. wird das Schnarchgeräusch erheblich reduziert. Durch die Kooperation zwischen Schlafmedizinern, schlafmedizinisch tätigen Zahnärzten und Fachlaboren für Kieferorthopädie wird eine individuelle Versorgung entsprechend der jeweiligen Diagnose sichergestellt. Nur die individuell nach Vorgabe des Zahnmediziners hergestellten und vom Zahnmediziner eingegliederten Protrusionsschienen versprechen eine hohe Sicherheit für den Therapieerfolg. |
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