Der Büroschlaf für mehr Leistungsfähigkeit
Inzwischen ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein kurzer Mittagschlaf auch die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit deutlich erhöht. Wer sich um die Mittagzeit eine maximal 30-minütige Siesta gönnt, erwacht nicht nur frisch und ausgeruht, sondern ist zudem noch leistungsfähiger und kreativer als die entschlossenen Durchhalter, die ihre natürliche Schläfrigkeit mit Koffein bekämpfen. Neueren Umfragen zufolge hielte jeder dritte Deutsche gern am Arbeitsplatz einen Mittagschlaf. In Österreich gibt es keine entsprechenden Erhebungen. Tatsächlich aber erlauben sich nur 6 Prozent der Deutschen das belebende Nickerchen. Denn wer die Mittagszeit für einen kurzen Schlaf nutzt, gilt hierzulande immer noch als faul.
Bei uns stehen überzeugte Mittagschläfer noch weitgehend auf verlorenem Posten. Wer ohne Rücksicht auf den eigenen Biorhythmus durcharbeitet, wird immer noch zum Vorbild stilisiert. Die Erkenntnis, dass nur ein ausgeruhter Mitarbeiter ein leistungsfähiger Mitarbeiter ist, dass man Qualität nicht durch Quantität ersetzen kann, setzt sich erst sehr langsam durch.
Unsere Leistung wird aber nicht davon bestimmt, wie viel Zeit wir am Arbeitsplatz verbringen, sondern ob wir effizient arbeiten. Doch das können wir nur, wenn wir unseren Arbeitsablauf entsprechend unseren biologischen Rhythmen strukturieren: Indem wir uns zum Beispiel komplizierten Aufgaben zwischen 10 und 11 Uhr vormittags oder am späteren Nachmittag zuwenden statt am frühen Morgen oder mittags zwischen 13 und 14 Uhr.
Kurz: Wer in seinen biologischen Hochphasen arbeitet und sich zum richtigen Zeitpunkt eine Pause gönnt, ist deutlich leistungsfähiger als die vielen gestressten, angespannten „Durcharbeiter“. Wer einmal angefangen hat, regelmäßig eine kurze Siesta zu halten, will Umfragen zufolge nie mehr darauf verzichten. (Stiftung Warentest | www.test.de/buecher)
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