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"Was ist der Mensch im Schlaf? Er ist eine bloße Pflanze."

Georg Christoph Lichtenberg


 
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Die gefährlichen Folgen der Übermüdung


Übermüdung und ihre katastrophalen Folgen – einige Beispiele

 

  • Der gefährliche Störfall im Atomreaktor „Three Mile Island“ im März 1979 in Harrisburg wurde – um vier Uhr morgens – durch „menschliches Versagen“ ausgelöst.
  • Der Unfall im Atomreaktor von Tschernobyl im April 1986 wurde durch völlig übermüdetes Kontrollpersonal verursacht.
  • Der Absturz der Raumfähre „Challenger“ beim Start von Cape Canaveral im Januar 1986 wurde durch eine Fehlentscheidung mitverursacht, die die Verantwortlichen nach weniger als zwei Stunden Schlaf am frühen Morgen getroffen haben.
  • Entscheidend für die Havarie der Fähre „Herald of Free Enterprise“ in der Nordsee im März 1987 war, dass der für das Schließen der Bugklappe verantwortliche Bootsmann eingeschlafen war.
  • Das japanische Tankschiff „Matsukaze“ lief im April 1988 morgens um 3.15 Uhr in der Straße von Juan de Fuca im Pazifik auf Grund. Aus dem amtlichen Bericht der Küstenwache geht hervor, dass die Wache auf der Brücke eingeschlafen war.
  • Das Tankerunglück „Exxon Valdez“ im März 1989 in Alaska ereignete sich, nachdem die durch langwierige Bunkerarbeiten ermüdete Mannschaft das Ruder nachts einem unerfahrenen Mann überlassen hatte.
  • Beim Absturz eines Flugzeugs der Egypt Air vor der US-Ostküste im November 1999 kamen 217 Menschen ums Leben. Die Maschine gehörte zur gleichen Baureihe wie die Boing der Lauda-Air, die 1991 wegen eines technischen Defekts abstürzte und 233 Todesopfer forderte. Beide Maschinen waren im September in der selben Fabrik gebaut worden. Die Belegschaft dort musste ständig unter hohem Druck arbeiten und beklagte schon lange, dass sie aufgrund permanenter Übermüdung ihre Aufgaben nicht mehr gründlich erfüllen konnte.

 

Quelle: PSYCHOLOGIE HEUTE, Juli 2001

 

 

Die „Sieben-Punkte“-Erklärung

Wissenschaftler warnen schon seit vielen Jahren vor Unfällen und Katastrophen, die durch schläfrige Menschen oder solche, die ungewollt einschlafen, ausgelöst werden können. 1994 tagte in Stockholm eine internationale Konferenz. Man erörterte dort den Zusammenhang zwischen Arbeitszeiten, Übermüdung und Unfällen. Am Schluss verabschiedeten die Experten eine Konsenserklärung mit folgendem Wortlaut.

1.
Der Schlaf des Menschen ist ein zentrales und lebenswichtiges Grundbedürfnis.

2.
Wird dieses Bedürfnis missachtet, etwa durch zu kurze Schlafdauer oder durch Nachtarbeit, können die Folgen weiter reichen, als viele wahrhaben wollen. Die schädlichen Auswirkungen von chronischem Schlafentzug, ungenügendem oder gestörten Schlaf addieren sich. Mit jedem Faktor riskiert man mehr Fehler und Unfälle.

3.
Sehr lange Arbeitswege, finanzielle und soziale Anreize erhöhen ständig den Druck, länger am Stück zu arbeiten und die Arbeit selbst zu verdichten. Das kann die Müdigkeit weiter verschärfen, die ihrerseits die Arbeitsteilung beeinträchtigt.

4.
Weltweit schlafen Nachtschichtarbeiter oftmals bei der Arbeit oder während der anschließenden Heimfahrt ein; dadurch steigt die Unfallhäufigkeit.

5.
Auf Fernstraßen und Stadtautobahnen ist die Gefahr einschlafbedingter Unfälle besonders hoch, insbesondere zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens sowie am frühen Nachmittag. Zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens steigt das Risiko für Straßenverkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang deutlich an. In mehr als der Hälfte davon sind junge Männer unter 30 Jahren verwickelt, selbst wenn Alkohol als Unfallursache ausgeschlossen werden kann. Die derzeitige Unfallberichterstattung unterschätzt aller Wahrscheinlichkeit nach, wie häufig Verkehrsunfälle auf Einschlafen zurückzuführen sind.

6.
Da Ermüdung die Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt, zieht sie vermutlich viel häufiger Industrie- und Verkehrsunfälle nach sich, als sich das in den offiziellen Untersuchungen und Statistiken niederschlägt.

7.
Fehlende oder unzureichende Arbeitszeitregelungen gefährden in vielen Ländern die öffentliche Sicherheit. Das gilt vor allem für Branchen, in denen die Arbeit der Beschäftigten direkt auf die eigene Sicherheit zurückwirken kann, auf die öffentliche Sicherheit oder gar auf die Umwelt (zum Beispiel Verkehr, Chemie, Kernernergie).


 

Quelle: „Unsere Innere Uhr“ von Jürgen Zulley und Barbara Knab

 

Nacht- und Schichtarbeit

Nacht- und Schichtarbeit bringen die biologischen Rhythmen am nachhaltigsten durcheinander. Das lässt den Organismus auf Dauer nicht unbeeinflusst, das körperliche und seelische Wohlbefinden beginnt zu leiden. Ebenso wächst die Gefahr, chronische Schlafstörungen zu entwickeln.

Nacht- und Schichtarbeit



 

 

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unbekannter Künstler, Thailand

 
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