Schlaf und Lebensalter
Unser Schlaf verändert sich im Laufe des Lebens. Bereits im Mutterleib treten charakteristische Hirnwellenmuster auf, die denen des REM-Schlafes eines Erwachsenen ähneln. Kurz vor der Geburt, im 9. Monat, haben sich die verschiedenen Schlafstadien bereits erkennbar ausgeprägt. Noch verbringt das Baby den überwiegenden Teil seines Schlafes im REM-Schlaf. Nach der Geburt macht der REM-Schlaf jedoch nur noch die Hälfte der Schlafzeit aus.
Mit zunehmendem Alter sinkt der Schlafbedarf ganz erheblich
Neugeborene schlafen über den Tag verteilt ungefähr 16 Stunden. Drei- bis viermal werden sie innerhalb von 24 Stunden wach - zum Bedauern vieler Mütter und Väter ohne Rücksicht auf die nächtlichen Schlafgewohnheiten der Erwachsenen. Mit zunehmendem Alter nimmt das Schlafbedürfnis von Kleinkindern ab, und die Schlafzeit verlagert sich auf die Nacht. Im Alter von drei Jahren schlafen die meisten Kinder die Nacht durch. Tagsüber brauchen sie nur noch einen Mittagsschlaf. Ab dem fünften Lebensjahr entfällt auch dieser.
In den folgenden Jahren nimmt der Anteil an REM-Schlaf immer weiter ab. Junge Erwachsene verbringen nur noch ungefähr ein Fünftel der Nacht im REM-Schlaf. Der Tiefschlaf macht noch rund ein Viertel der gesamten Schlafenszeit aus. Die tägliche Schlafdauer pendelt sich auf sieben bis neun Stunden ein.
Je älter wir werden, desto geringer wird der Anteil an Tiefschlaf. Ab 50 Jahren schlafen wir nur noch 5 % einer Nacht im medizinischen Sinne „tief“. Auch die Effizienz unseres Schlafes kann abnehmen, d.h. wir schlafen während unserer üblichen Bettzeit weniger als zuvor. Es dauert länger bis wir einschlafen, wir sind leichter aufzuwecken, wachen häufiger auf und brauchen auch tagsüber hin und wieder ein Nickerchen. Bei Männern setzt die Verkürzung des Tiefschlafes und die Neigung zum nächtlichen Aufwachen früher ein als bei Frauen. Die Veränderungen des Schlafbedürfnisses und der Schlafdauer sind von Person zu Person unterschiedlich, denn neben dem Alter beeinflussen vor allen Dingen persönliche Gewohnheiten und äußere Zwänge den Schlaf jedes Einzelnen.
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Schulbeginn kontra Biorhythmus |

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Der hierzulande übliche Schulbeginn kollidiert mit dem biologischen Rhythmus von Kindern. Erst ab neun Uhr erreicht ihre Leistungskurve ein Niveau, das sich zum Lernen eignet. Schlafmediziner plädieren daher für einen späteren Schulbeginn.
Schulbeginn kontra Biorhythmus
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Jugendliche Nachteulen |

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Bei Jugendlichen steigt das Schlafbedürfnis mit Einsetzen der Pubertät an. Dies belegen Forschungsarbeiten, die in einem nordamerikanischen Schlaflabor durchgeführt wurden. Demnach werden die Jugendlichen zu Unrecht gescholten, wenn sie morgens nicht aus dem Bett kommen und sich in der Schule nur mit Mühe wach halten können.
Jugendliche Nachteulen
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Weiteres finden Sie auch in der Rubrik "Wenn der Schlaf gestört ist" |

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Schlafstörungen bei Kindern
Kinder leiden hauptsächlich an Ein- und Durchschlafstörungen. Parasomnien wie Albträume, nächtliches Aufschrecken und Schlafwandeln kommen bei Kindern des öfteren vor und können Durchschlafstörungen auslösen. Vermehrte Tagesschläfrigkeit ist eher selten und deutet auf hirnorganische Erkrankungen hin.
Schlafstörungen bei Kindern
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