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Gedichte und Zitate
Gedichte |

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Schlaf, den Schmerzen, Schlaf der Kümmernis, Fremd, nahe mit lieblichem Hauch uns, Glückspender, komm‘ glückspendender Gott! Auf, breite die wimperdämmernde Nacht Über das Auge rings. Komm‘ heilender , Gott, Komm schnell.
Sophokles
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Ich bin so knallvergnügt erwacht. Ich klatsche meine Hüften. Das Wasser lockt, die Seife lacht. Es dürstet mich nach Lüften. Aus meiner tiefsten Seele zieht Mit Nasenflügel beben Ein ungeheurer Appetit Nach Frühstück und nach Leben.
Joachim Ringelnatz
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Man gähnt vergnügt und löscht die Lampen aus. Nur auf der Straße ist noch etwas Licht. Man legt sich nieder. Doch man schläft noch nicht. Der Herr von nebenan kommt erst nach Haus. Man hört, wie er mit der Dame spricht.
Nun klappt man seine Augendeckel zu, und vor den Augen tanzen tausend Ringe. Man denkt noch rasch an Geld und solche Dinge. Im Nebenzimmer knarrt ein kleiner Schuh. Wenn doch die Dame in Pantoffeln ginge!
Man legt den Kopf auf lauter kühle Kissen Und lächelt in den dunklen Raum hinein. Wie schön das ist: Am Abend müde sein Und schlafen dürfen und von gar nichts wissen! Und alle Sorgen sind Zwerg klein.
Der Herr von nebenan ist froh und munter. Es klingt, als ob er ohne Anlass lacht. Man hebt die Lider schwer und senkt die sacht Und schließt die Augen – und die Welt geht unter! Dann sagt man sich persönlich Gute Nacht.
Wenn bloß der Schwarze dieses Mal nicht käme! Er steigt ins Bett und macht sich darin breit Und geht erst wieder, wenn man furchtbar schreit. Man wünscht sich Träume, aber angenehme, und für Gespenster hat man keine Zeit.
Man war einmal ein Kind, ist das auch wahr? Und sagte mühelos: „Mein Herz ist rein.“ Das würde heute nicht mehr möglich sein. Es geht auch so, auf eigene Gefahr ... Man zählt bis dreiundsiebzig. Und schläft ein.
Erich Kästner „Lob des Einschlafens“
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Schlaflos
Aus Träumen in Ängsten bin ich erwacht; Was singt doch die Lerche so tief in der Nacht. Der Tag ist gegangen, der Morgen ist fern, aufs Kissen hernieder scheinen die Stern‘. Und immer hör ich den Lerchengesang; O Stimme des Tages, mein Herz ist bang.
Theodor Storm
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Morgens, vom letzten Schlaf ein Stück, nimm mich ein bisschen mit – auf deinem Traumboot zu gleiten ist Glück – Die Zeituhr geht ihren harten Schritt ... Pick-pack ...
„Sie schläft mit ihm“, ist ein gutes Wort. Im Schlaf fließt das Dunkle zusammen. Zwei sind keins. Es knistern die kleinen Flammen, aber dein Atem fächelt immerfort. Ich bin aus der Welt. Ich will nie wieder in sie zurück – Jetzt, wo du nicht bist, bist du ganz mein. Morgens, im letzten Schlummer ein Stück, kann ich dein Gefährte sein.
Kurt Tucholsky „Sie schläft“
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Ein Mensch möchte‘ sich im Bette strecken, doch hindern die zu kurzen Decken. Es friert zuerst ihn an den Füßen, Abhilfe muss die Schulter büßen. Er rollt nach rechts und meint, nun ging’s, Doch kommt die Kälte prompt von links. Er rollt nach links herum, jedoch Entsteht dadurch von rechts ein Loch. Indem der Mensch nun dies bedenkt, Hat Schlaf sich mild auf ihn gesenkt, Und schlummernd ist es ihm geglückt: Er hat sich warm zurechtgerückt. Natur vollbringt oft wunderbar, Was eigentlich nicht möglich war.
Eugen Roth „Beim Einschlafen“
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Angekommen ?
Ich kehr in einen Traum zurück nach dem ich lang gepennt er ist wie ein Theaterstück das man hier "Leben" nennt Lebens - Traum ich find Dich schön ich träum Dich mehr und mehr doch irgendwann da muss ich gehn es fällt mir wirklich schwer nur eines sag ich hier zum Schluss es schlägt bald meine Stund auch wenn ich wieder gehen muss so penn ich mich gesund.....
Kurt Hermann Wilhelm Hübner
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Und süßer strömend quillt der Duft der Nacht Und träumerischer aus dem Kelch der Pflanzen. Ich habe immer, immer dein gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen.
Theodor Storm (1817-1888)
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Mondlicht
Wie liegt im Mondenlichte Begraben nun die Welt; Wie selig ist der Friede, Der sie umfangen hält!
Die Winde müssen schweigen, So sanft ist dieser Schein; Sie säuseln nur und weben Und schlafen endlich ein.
Und was in Tagesgluten Zur Blüte nicht erwacht, Es öffnet seine Kelche Und duftet in die Nacht.
Wie bin ich solchen Friedens Seit lange nicht gewohnt! Sei du in meinem Leben Der liebevolle Mond!
Theodor Storm
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"Castle of Dreams" |

Mara
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