Bettdecken – Welche ist die richtige?

Für eine ruhigen und erholsamen Schlaf ist die Wahl der Bettdecke sehr wichtig. Decke ist nämlich nicht gleich Decke und Jeder hat andere Schlafgewohnheiten. Nachfolgend erfährst du, wie du die richtige Decke für deine individuellen Bedürfnisse findest.

 

Wie Viele kuscheln denn hier?

Ob einer, zwei oder sogar auch manchmal die Kids sich mit in die Decke einkuscheln, hat einen großen Einfluss auf das nächtliche Wohlbefinden. Wenn du allein schläfst, solltest du dich für eine wärmere Decke entscheiden. Schläfst du mit deinem Partner unter der gleichen Bettdecke wird es durch den gegenseitigen Wärmeeffekt schnell ziemlich warm. Hier ist eine gute Wärmeisolation nötig.

 

Welche Decke bei häufigem Schwitzen wählen?

Jeder Mensch ist anders veranlagt. Gerade wenn du dazu neigst, schnell ins Schwitzen zu kommen, ist es wichtig, eine leichte Bettdecke auszuwählen. Damit das Schlafklima angenehm trocken bleibt, sollte die Füllung zudem die Eigenschaft besitzen, den Schweiß schnell nach Außen zu leiten. Im Durchschnitt sammelt sich in der Bettwäsche innerhalb von 10 Jahren etwa eine Tonne Schwitzwasser. Es enthält Abfallstoffe, Krankheitskeime oder Schlacken, die auf Dauer den Organismus schädigen können, wenn sie wieder zurück in die Haut gelangen. Die Folge sind Krankheiten, welke Haut oder Alpträume. Wichtig ist daher neben dem optimalen Feuchtigkeitstransport auch eine gute Waschbarkeit deiner Bettdecke.

 

Auf die Körpergröße kommt es an

Auch die Länge der Decke ist nicht zu unterschätzen. Gerade, wenn du dich in der Tiefschlafphase befindest, merkst du oft nicht, dass du auskühlst. Ist die Decke zu kurz, passiert es schnell, dass du entweder von unten oder von oben auskühlst. Auf Dauer kann das zu rheumatischen Beschwerden führen. In der Regel gilt, dass die Decke immer ca. 30 bis 40 Zentimeter länger sein sollte, als du groß bist. Für Menschen ab 1,80 Meter sollte die Decke etwa 2,20 lang sein.

 

Achte auf eine ausreichende Breite

In der Regel kommen die Meisten mit einer Deckenbreite von 1,55 Metern aus. Dies gilt für einen durchschnittlichen Körperumfang von 1,10 Metern. Umfasst aber deine Körperbreite, von vorne gesehen, mehr als etwa 50 Zentimeter, empfiehlt sich eine Bettdecke mit einer Breite von 1,70 oder mehr, damit du auch wirklich rundherum gut zugedeckt bist.

 

Leichte oder schwere Decke?

Wenn du mit einer leichteren Bettdecke besser schlafen kannst, solltest du eine Decke mit einem feinen Inlettstoff wählen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Füllung entsprechend hochwertig ist, damit du nachts nicht ins Frösteln kommst. Hochwertige Füllungen kommen mit wenig Volumen aus, weil sie über eine bessere Füllkraft verfügen. Manche Menschen bevorzugen allerdings ein kompakteres Oberbett. Hier kann auch ein schwerer Inlettstoff gewählt werden. Bei individuell hergestellten Decken kann auch mehr Füllung in die Decke eingebracht werden. Allerdings ist hier die richtige Dosierung wichtig um zu verhindern, dass das Oberbett zu steif wird. Hierzu eignen sich besonders fedrige Daunenfüllungen. Als Einlage in einem nicht abgesteppten Oberbett oder in einem weichen Pluderbett, erhöht ein Dauneninlett das Gewicht deiner Bettdecke.

 

Bettdecken für Frostbeulen

Hast du nachts oft kalte Füße oder frierst du leicht? Auch hier solltest du nach einer extra breiten und langen Bettdecke Ausschau halten, damit es nicht hineinzieht. Diese braucht nicht besonders schwer oder dicker gefüllt zu sein. Allerdings solltest du auf eine hochwertige Absteppung achten. Bei Karosteppbetten eignen sich besonders die sogenannten Pluderbetten. Diese verfügen über höhere Stege. Auch Kassettendecken sind bei Kaltblütlern eine gute Wahl, denn an den Nähten der einzelnen Karos sind spezielle Antikältestege eingearbeitet. Außerdem sind diese Decken im unteren Bereich stärker gefüllt und machen dadurch Schluss mit konstant kalten Füßen.

 

Alle Bettdecken im Überblick

Ballondeckenbett:

Dieser Klassiker erinnert an Großmutters Zeiten. Es ist nicht abgesteppt und verfügt über verstärkte Enden. Die üppige Füllung kannst du durch kräftiges Ausschütteln selbst in jeden gewünschten Bereich der Decke bringen.

 

Karostepp:

In dieser Decke wurden bewusst Stege eingenäht, damit die Füllung an Ort nicht während des Schlafes hin und her rutschen kann.. Sie ist also zum Teil abgesteppt. Die Karosteppdecke solltest du aber am besten jeden Tag gut aufschütteln, damit sich die Füllung immer wieder gleichmäßig verteilt.

 

Dauneneinziehdecke:

Bei dieser Decke bleibt die Füllung immer da, wo sie sein soll, denn sie ist in viele kleine Karos abgesteppt. Hier sind Ober- und Unterseite aufeinander genäht, eine Variante, die du meist bei bunten Daunensteppdecken oder leichten Sommerdecken finden kannst.

 

Kassettendaunendecke:

Hier verrutscht weder die Füllung, noch können sich kleine Kältezonen bilden. Denn hier wurden die Kammern mit Anti-Kältestegen verbunden. Das unterscheidet diese Decke von einer herkömmlichen Einziehdecke. Durch ihre hochwertige Absteppung ist diese Decke auch mit kleiner Füllmenge am wärmsten und sorgt für kuschelige Wohlfühlnächte.

Naturhaardecken/Synthetikdecken:

Duo-Steppbett:

Mit dieser Variante kaufst du sozusagen gleich zwei Decken, die am Rand zusammengenäht sind. Dank der isolierenden Luftschicht zwischen den Decken entsteht ein perfektes Schlafklima.

 

Vierjahreszeitenbett:

Dieses Oberbett ist die optimale Lösung für den Einsatz das ganze Jahr hindurch. Hier sind ebenfalls zwei Decken, meist durch ein Druckknopf-System, miteinander verbunden. Hierbei handelt es sich um ein leichtes Steppbett für die warme Jahreszeit sowie um eine wärmere Decke für die Übergangsmonate, die du je nach Lust und Laune separat verwenden kannst. Zusammengenommen ergeben die beiden Decken ein angenehm wärmendes Winterbett.

 

Aus welchen Materialien werden Bettdecken hergestellt?

Eiderdaunen – wertvollstes Naturgeschenk

Die Eiderdaunen gelten als die wertvollsten Daunen, die du bekommen kannst. Diese luftig weichen Daunenfederchen stammen von der Eiderente, die überwiegend in Island und Grönland lebt. Sie werden bis heute noch von Hand aus den Nestern geholt. Da diese Daunen kleine Widerhaken haben, bleiben Sie aneinander haften das macht Decken aus diesem Material besonders kuschelig und Temperaturausgleichend.

 

Seide – samtig zur Haut

Es ist erwiesen, dass Seide ihrem organischem Aufbau nach unserer Haut am nächsten kommt. Vielleicht deswegen ist dies für Viele auch genau der Stoff aus dem die Träume sind. Seide schmiegt sich an die Haut, lässt sie atmen und wirkt zudem stimulierend. Trotz Ihrer zarten Konsistenz zeichnet sich das dünne Gespinst der Seidenraupe durch ihre hohe Reißfestigkeit aus. So lässt sich ein 1 Meter langer Seidenfaden mehr als 15 Zentimeter weit dehnen. Außerdem ist Seide so leicht, wie kaum eine andere Naturfaser. Ein 500 Meter langer Faden aus diesem Material wiegt gerade mal 1 Gramm. Seide ist außerdem ideal für Allergiker, da sie nahezu staubfrei ist. Für die Herstellung von Bettdecken wird die Faser zu einem Vlies verarbeitet und direkt mit dem Bezug versteppt.

 

Baumwolle – angenehme Nachtruhe

Baumwolle als Deckenfüllung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr pflegeleicht ist. Die geschmeidige Samenfaser punktet durch ihre hygienische und pflegeleichte Waschbarkeit und bietet dir ein angenehmes Schafklima.

 

Merinowolle – kuschelige Naturdecke

Vom Merinoschaf stammt dieses kuschelige Naturmaterial, das ideal für Betten geeignet ist. Seine natürliche Kräuselung macht es besonders bauschig, was den Temperaturausgleich und die klimatisierenden Eigenschaften begünstigt.

 

Edles Kaschmirhaar – feinste Ziegenwolle

Wenn die Kaschmirziege in der Mongolei ihr Fell wechselt, wird ihr feines Unterhaar von Hand aus dem Fell gelesen und von Büschen und Felsen aufgesammelt. Eine 80 Zentimeter große Ziege liefert etwa 100 Gramm Wolle, was dieses Material zu einem der Exklusivsten macht, um eine Bettdecke herzustellen.

 

Kamelhaar – weiche Füllung

Bei einem 2 Meter großen Kamel kommen pro Jahr rund 5 Kilo edles Kamelhaar zusammen. Dabei werden die Tiere nicht geschoren, sondern auch hier werden mühevoll die abgestreiften Haare zusammengetragen. Das Kamelhaar zeichnet sich besonders durch seine seidig weiche, feine Struktur aus.

 

Quallofil – gesundes Schlafklima

Für ein sehr angenehmes Schlafklima sorgt auch Quallofill, eine 4-Kammer Hohlfaser. Sie ist antibakteriell, staubfrei, luftdurchlässig und antirheumatisch. Außerdem ist Quallofil sehr pflegeleicht.

 

Wissenswertes über Daunen

Achte bei Kauf von Daunenbetten auf die genaue Bezeichnung, denn Daunen sind nicht gleich Daunen. Nur die original Daunen mit der Bezeichnung 1. Klasse stammen von der Ente oder der Gans. Fehlt diese Bezeichnung oder der Titel „Originaldaunen“, dann handelt es sich um eine Daunenmischung oder um Gebrauchtdaunen.

Hier die Unterschiede der Zusammensetzung:

  • Halbdaunen: 15% Daunen, 85% Federn
  • Dreivierteldaunen: 30% Daunen, 70% Federn
  • Fedrige Daunen: 50% Daunen, 50 % Federn

 

Was macht Daunen so gesund?

Da Daunendecken luftdurchlässig sind, kann der Sauerstoff optimal zirkulieren. Sie nehmen die Feuchtigkeit auf und transportieren sie schnell nach Außen. Das trockene Schlafklima ist nicht nur für Rheumatiker ideal. Da Daunendecken milbendicht sind, sind sie außerdem für Allergiker bestens geeignet. Da sie bei 60°C gewaschen werden können, werden auch andere Bakterien und Keime schnell abgetötet. Daunen sind ein nachhaltiges Naturprodukt, das problemlos entsorgt werden kann, ohne die Umwelt zu belasten.

 

Eigenschaften der Daunen im Überblick

  • leicht
  • warm
  • langlebig
  • waschmaschinenwaschbar
  • preisgünstig
  • milbenfrei
  • feuchtigkeitsaufnahmefähig

Daunen sorgen für ein angenehmes und trockenes Schlafklima, jedoch müssen sie, wie alle anderen Bettdecken immer auf die einzelnen Körpertypen abgestimmt werden.