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Neugeborenes

Ein Neugeborenes zum Einschlafen zu bringen, kann manchmal viel Energie und Kraft kosten. Insbesondere, wenn man es ständig hochnehmen und tragen muss, um es zu beruhigen. Viele Eltern wünschen sich daher eine Möglichkeit, um dies zu entgehen.

Erfahre hier alles zum Thema Schlaf von Neugeborenen und wie du dein Baby zum Schlafen bringst, ohne es tragen zu müssen:

Wie schlafen Babys?

Neugeborene haben im Gegensatz zum Erwachsenen einen hohen Schlafbedarf. Vor allem in den ersten Lebenswochen schlafen Babys bis zu 18 Stunden täglich. Da sie sich am Anfang ihrer Entwicklung befinden, ist das nichts Ungewöhnliches. Mit steigendem Alter benötigen sie immer weniger Schlaf, sodass sich die Schlafdauer im Alter von 12 Monaten um vier Stunden verkürzt. Sie schlafen allerdings nie durch, stattdessen wird ihre Schlafdauer in fünf Schlafphasen in 24 Stunden unterteilt. Diese bestehen aus drei Wachphasen und zwei Schlafphasen.

  • Die ruhige Wachphase: Das Baby ist gelassen und ruhig. Es ist hellwach und beobachtet seine Umgebung. Es ist konzentriert und nimmt alle äußerlichen Eindrücke auf.
  • Die unruhige Wachphase: Das Baby ist unruhig und zappelig. Meistens hat es Hunger oder die Windel muss gewechselt werden.
  • Die schläfrige Wachphase: Das Baby wird müde und reibt sie die Augen oder blinzelt viel. Dies kann sowohl vor als auch nach dem Schlaf auftreten.
  • Die ruhige Schlafphase: Das Baby befindet sich im Tiefschlaf. Es ist gelassen und ruhig und atmet gleichmäßig.
  • Die unruhige Schlafphase: Das Baby schläft, aber bewegt sich viel. Es befindet sich in der Leichtschlafphase und kann in dieser schneller aufwachen als in der Tiefschlafphase.

Diese fünf Schlafphasen haben den Hintergrund, dass Neugeborene ihren Tiefschlaf und ihren Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht vollständig entwickelt haben. Diese beginnen sich erst ab dem 3. Lebensmonat langsam zu bilden.

Wieso ist Schlaf so wichtig für Neugeborene?

Ein gesunder Schlaf ist für Säuglinge unabdingbar. Während sie schlafen, wird das Wachstum des Gehirns gefördert. Dies kann nur im Tiefschlaf stattfinden, da das Kind hier seine Erinnerungen aus dem Tag lernt und gleichzeitig festigt. Außerdem wird im Schlaf das Immunsystem des Kindes gestärkt, wodurch es weniger anfällig für Krankheiten ist und bei einem Krankheitsfall schneller gesund wird. Überdies ist das Neugeborene bei genügend Schlaf viel ruhiger und aufmerksamer. Dadurch sinkt das Risiko, dass es sich selbst in irgendeiner Weise verletzen kann. Zudem wird das Wachstumshormon ausgeschüttet, damit die Entwicklung des Babys ohne Probleme voranschreitet. Wenn das Kind also genügend Schlaf bekommt, wirkt sich das sehr positiv auf seine Gesundheit aus.

Können Babys, ohne getragen zu werden, einschlafen?

Das kommt darauf an, für welches Schlaftraining du dich entscheidest. Man differenziert hierbei zwischen zwei Methoden:

Pick-Up-Put-Down-Methode

Diese Methode ist darauf ausgelegt, dass du dein Kind hochnimmst und trägst, damit es einschlafen kann. Man nimmt es in den Arm, sobald es anfängt zu weinen und legt es erst wieder in sein Bettchen, wenn es sich beruhigt hat. Das Zimmer sollte erst verlassen werden, wenn das Baby eingeschlafen ist. Sollte es wieder aufwachen, nimmt man es erneut hoch und beruhigt es wieder, bis es einschläft. Es ist hierbei wichtig, dass man diesen Vorgang konstant wiederholt, um Erfolge zu erkennen. Diese dürften bereits nach einer Woche sichtbar sein, wobei das Kind weniger weinen müsste und du es weniger hochnehmen musst.

Cry-It-Out-Methode

Im Gegensatz zur Pick-Up-Put-Down Methode, welche auf Körperkontakt ausgelegt ist, musst du bei dieser auf Körperkontakt mit dem Baby verzichten. Diese Methode ermöglicht es dir, dein Baby schlafen zu legen, ohne es tragen zu müssen. Dieses Schlaflernprogramm wurde vom Kinderarzt und Schlafforscher Dr. Richard Ferber etabliert und soll Kindern selbstständiges Ein- und Durchschlafen beibringen. Hierbei legt man das Neugeborene in sein Bett und verlässt dann das Zimmer. In den meisten Fällen fängt das Kind dann an zu weinen. Bevor du das Zimmer wieder betrittst, warte fünf Minuten und lasse es weinen. Wenn du das Zimmer danach wieder betrittst, nimmst du das Baby nicht hoch, sondern setzt dich lediglich daneben und beruhigt es mit deiner reinen Anwesenheit.

Erhöhe täglich die Dauer der Minuten, wo du das Zimmer verlässt. Am ersten Tag kannst du mit fünf Minuten anfangen und am zweiten bereits auf 10 Minuten erhöhen, bis du wieder das Zimmer betrittst. Hierbei solltest du nicht länger als 30 Minuten weg sein. Es kann am Anfang schwer sein, das eigene Kind im Zimmer schreien zu lassen. Hierbei kann ein Baby-Monitor eine große Hilfe sein, da du dein Kind weiterhin beobachten kannst, ohne dich im Zimmer aufzuhalten. Man sollte diese Methode sowohl am Tag als auch in der Nacht anwenden. Dadurch lernt das Baby, dass die Eltern zwar immer noch für es da sind, doch dass es von nun an allein einschlafen muss.

Wenn man sich für eine Methode entschieden hat, sollte man dabeibleiben. Ein Wechsel mittendrin wird das Neugeborene nur verwirren. Zudem ist es wahrscheinlicher, dass die Methode dann nicht funktioniert. Die Methode muss über mehrere Wochen vollzogen werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten kann.

Da das Neugeborene seinen Schlaf-Wach-Rhythmus erst ab ungefähr dem 3. Lebensmonat entwickelt, sollte man auch frühestens ab diesem Alter mit dem Schlaftraining anfangen. Das lässt dir außerdem genug Zeit, um dich für eine Schlafmethode zu entscheiden. Wenn du also anstrebst, dein Kind ohne zu tragen, zum Einschlafen zu bringen, ist die Cry-It-Out Methode eine gute Lösung dafür. Vor allem bei dieser Methode solltest du erst ab dem 3. Lebensmonat des Babys damit anfangen, da eine Nähe zur Mutter in den ersten Lebenswochen unumgänglich ist.

Schlafumgebung

Damit die Cry-It-Out-Methode funktioniert, solltest du auch die Schlafumgebung optimal für dein Kind anpassen. Dabei kannst du das Zimmer deines Babys so angenehm wie möglich gestalten. Sorge dafür, dass das Zimmer eine maximale Raumtemperatur von 20 °C hat und dass es im Zimmer immer leise und dunkel ist. Wenn es zu hell ist, kann kein Melatonin im Körper ausgeschüttet werden und das hindert das Kind daran einzuschlafen. Zudem ist es wichtig, dass du dein Neugeborenes stets zur gleichen Zeit ins Bett bringst. Dadurch förderst du nicht nur besseres und schnelleres Einschlafen, sondern hilfst deinem Kind auch dabei, einen Rhythmus zu entwickeln.

Fazit

Einem Neugeborenen dabei zu helfen, einzuschlafen, ohne es zu tragen, kann eine Herausforderung sein. Die Cry-It-Out Methode verlangt, dass man das Kind weinen lässt und nach ein paar Minuten in das Zimmer geht. Die Dauer wird am Ende auf eine halbe Stunde verlängert. Viele Eltern bringen es nicht über das Herz, ihr eigenes Kind weinen zu lassen. Doch das Baby lernt dadurch von allein einzuschlafen und man kann sich zusätzlich ein Babymonitor holen und das Baby dennoch beobachten, auch wenn man sich nicht im Zimmer befindet. Es kann auch enorm dabei helfen, wenn das Zimmer leise und dunkel gehalten wird, damit das Baby zur Schlafenszeit sich wohlfühlt.

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Über den Autor:

Jana Krüger
Jana ist eine wissensdurstige Texterin mit einem kürzlich erworbenen Bachelor in Germanistik, die sich auf medizinische Texte spezialisiert hat und in ihrer Freizeit gerne Yoga macht und lehrt.
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