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Frau-im-Bett-mit-Nackenschmerzen

Verspannungen und Nackenschmerzen am Morgen? Daran könnte das Kopfkissen schuld sein. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die darüber bestimmen, ob unser Schlaf gesund und erholsam ist – wie etwa die optimale Temperatur im Schlafzimmer oder die Matratze – aber auch das Kissen spielt eine wichtige Rolle für unsere Schlafqualität. Für alle, die unter morgendlichen Nackenverspannungen leiden, haben wir Tipps, worauf man bei der Wahl des passenden Kopfkissens achten sollte.

Ursachen von Nackenschmerzen

Etwa 80% aller Menschen leiden hierzulande regelmäßig unter Schmerzen und Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Eine falsche Haltung bei der Arbeit, Bewegungsmangel im Alltag oder Zugluft können schnell dazu führen, dass die empfindlichen Muskeln im Hals- und Nackenbereich überstrapaziert werden und schmerzen. Auch

  • Muskelzerrungen
  • Erkältungen
  • Stress
  • Verletzungen wie Arthrose, Bandscheibenvorfall oder Schleudertrauma

zählen zu häufigen Ursachen von Nackenschmerzen. Der Nackenbereich besteht aus einer Reihe von Muskeln und Bändern, die zusammen mit den obersten sieben Wirbelkörpern der Wirbelsäule dafür verantwortlich sind, unseren rund 4 Kilogramm schweren Kopf zu halten. Zu lange auf das Handy geschaut oder am Schreibtisch gesessen, kann schnell zu einer Überdehnung der Muskeln führen, was sich dann in Form von Nackenschmerzen bemerkbar macht.

Symptome von Nackenschmerzen

Die Diagnose Nackenschmerzen gibt es aus medizinischer Sicht nicht. Entsprechend unspezifisch können daher auch die Symptome sein. Manchmal zeigen sich Nackenverspannungen auch durch:

  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Taubheitsgefühl in Armen und Händen
  • Kieferschmerzen
  • Atemstörungen

Akute Nackenschmerzen, die durch einseitige Belastungen oder Fehlhaltungen ausgelöst werden, sollten nach einigen Tagen, spätestens aber nach drei Wochen wieder verschwunden sein. Chronisch werden Nackenschmerzen, wenn sie länger als drei Monate andauern. Sie entstehen als Abnutzungserscheinungen durch über Jahre andauernde Fehlhaltungen. Treten im Zusammenhang mit Nackenschmerzen aber zusätzliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Schwindel und Erbrechen, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen auf, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Nackenschmerzen durch das falsche Kissen

Eine Ursache für Nackenschmerzen kann aber auch das Kopfkissen sein. Die Hauptaufgabe eines Kissens besteht darin, Kopf und Wirbelsäule während des Schlafes in eine anatomisch korrekte Haltung zu bringen und den Hohlraum, der zwischen Kopf und Nacken entsteht, zu stützen. Viele bevorzugen aber Kissen, die besonders groß und bauschig sind. Aus anatomischer Sicht sind diese Kissen jedoch eine schlechte Wahl, denn sie verhindern das Einsinken der Schultern in die Matratze. Weiterer Nachteil: Durch die Höhe des Kissens liegen auch Schulter- und Brustbereich erhöht und die Halswirbelsäule ist gekrümmt, was Nacken- und Kopfschmerzen sowie Verspannungen zur Folge hat.

Das richtige Kissen bei Nackenschmerzen: Die Schlafposition ist entscheidend

Nackenrolle, Nackenstützkissen oder besser ein orthopädisches Kissen bei Nackenschmerzen? Zwar kann das passende Kissen dabei helfen, Beschwerden wie Nacken- und Schulterverspannungen zu verbessern, das eine Kissen für alle gibt es aber nicht. Die Wahl hängt von ganz persönlichen Schlafvorlieben und dem eigenen Körperbau ab. Denn ein Seitenschläfer benötigt zum Beispiel ein anderes Kissen als jemand, der die Rückenlage zum Schlafen bevorzugt. Generell sollte man darauf achten, dass nur der Kopf auf dem Kissen aufliegt und nicht auch Schultern oder Oberkörper. Ideal sind zudem Kissen, bei denen der Bereich zwischen Kopf und Schulter nicht einfach in der Luft hängt, sondern optimal ausgefüllt wird, sodass Kopf, Nacken und Wirbelsäule in einer Linie zueinander liegen können. Es gibt spezielle Nackenstützkissen, die so designt sind, dass sie durch eine kleine Erhöhung den Nacken stützen sollen. Trotzdem sind diese Kissen nicht pauschal für alle Menschen mit Nackenschmerzen zu empfehlen, denn viel Modelle lassen sich nicht individuell an die jeweiligen anatomischen Bedürfnisse anpassen und sind oftmals auch zu hart.

So findet man das richtige Kissen bei Nackenschmerzen

Beginnt der Tag öfter mit Schmerzen und Verspannungen in Nacken- oder Schulterbereich beginnt, benötigt man ein Kissen, das Kopf und Nacken im Schlaf stützt und verhindert, dass der Kopf nach vorne oder hinten abknicken kann. Wie stark der Nacken durch das Kopfkissen gestützt werden muss, richtet sich dabei nach der bevorzugten Schlafposition.

  • Seitenlage

Beim Schlaf in der Seitenlage sollte das Kissen den Bereich zwischen Kopf und Schulter ausfüllen, den Nacken perfekt stützen und dafür sorgen, dass die Wirbelsäule gerade bleibt. Im besten Fall ist die Füllung des Kissens anpassbar, denn wer breitere Schultern hat, benötigt auch ein höheres Kissen.

  • Rückenlage

In dieser Schlafposition benötigt man ein schmales Kissen, dass außerdem so geformt wird, dass die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützt wird.

  • Bauchlage

Bauschläfer benötigen ein besonders flaches Kissen, bei dem der Nacken nicht überstreckt wird und die Atmung durch die seitliche Drehung des Kopfes nicht behindert wird.

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Über den Autor:

Judith Taudien
Schreiben war schon immer Judiths Ding. Deshalb führte sie ihr Weg auch schon in die verschiedensten Print- und Online-Redaktionen, wo sie über all die Themen schreibt, die sie selber interessieren: Literatur, Musik und gutes Essen. Bei Schlaf.de informiert sie Interessierte über alles, was mit dem Thema “Schlafen” zu tun hat. Und wenn sie mal nicht in die Tasten haut, ist sie garantiert auf der Suche nach neuen angesagten Restaurants, guckt Katzenvideos oder singt im wohl coolsten Chor Berlins.
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