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Warum die Wahl des richtigen Kissens für Seitenschläfer so wichtig ist

Mann in Seitenlage im Bett

Mehr als die Hälfte aller Menschen bevorzugt die Seitenlage beim Schlafen. Kein Wunder, denn diese Schlafposition gilt als besonders entlastend für den Rücken und wird von den meisten als beruhigend und entspannend empfunden. Trotzdem leiden Seitenschläfer häufig unter Nackenschmerzen und Verspannungen. Um dies zu verhindern, ist ein Kissen wichtig, dass diese Schlafposition optimal unterstützt.

Auf der Seite schlafen: Vor- und Nachteile

Auf der Seite zu schlafen, bietet zahlreiche Vorteile. So schnarchen Seitenschläfer deutlich weniger als Menschen, die die Rückenlage bevorzugen. Auch bringen viele diese Schlafposition mit einem Gefühl der Geborgenheit in Verbindung, da sie der Embryostellung besonders nahekommt. Studien zeigen, Seitenschläfer sind deshalb seltener von Schlafstörungen betroffen. Auch während einer Schwangerschaft bietet diese Lage den besten Schlaf. Und für Allergie- und Heuschnupfengeplagten gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Wer in der Seitenlage schläft, bekommt nachts besser Luft. Wer vor allem auf der linken Seite schläft, kann außerdem lästigem Sodbrennen vorbeugen, da sich der Magen in dieser Position unterhalb der Speiseröhre befindet. Nachteile bietet die Seitenlage allerdings für die Rücken- und Nackenmuskulatur. Ohne ausreichende Unterstützung des Nackens durch das passende Kissen können schnell Verspannungen, Rücken- und Nackenschmerzen entstehen. Auch ein Taubheitsgefühl in den Armen kann die Folge sein.

Mit dem richtigen Kissen entspannt auf der Seite schlafen

Um typische Beschwerden des Seitenschlafes zu vermeiden, sollte man bei der Wahl des Kissens deshalb einige Dinge beachten. So ist es wichtig, dass man ein Kopfkissen aussucht, dass den Bereich zwischen Kopf und Schulter gut ausfüllt und die Halswirbelsäule gestützt wird. Ist das gewählte Kissen zu hoch oder zu niedrig, wird der Nacken im Schlaf überstreckt, was Nacken- und Kopfschmerzen sowie schmerzhafte Verspannungen verursachen kann. Das perfekte Kissen sollte daher folgende Kriterien erfüllen:

  • Die richtige Größe: Nicht zu große Kissen wählen, perfekt sind 40 x 80 cm.
  • Das Kissen muss das Kopf-Hals-Schulter-Dreieck optimal ausfüllen.
  • Die Füllung sollte herausnehmbar und individuell anpassbar sein, da bei jedem Menschen der Abstand zwischen Kopf und Schulter unterschiedlich ist.
  • Es darf nicht zu weich sein, damit der Kopf nicht zu tief in das Kissen einsinkt.

Welche Kissen gibt es für Seitenschläfer?

Damit man als Seitenschläfer nicht mit Nackenschmerzen oder Verspannungen aufwacht, gibt es spezielle Kissen, die das verhindern sollen. Ergonomisch geformte Nackenstützkissen sollen helfen, anatomisch korrekt zu liegen. Sie verfügen über eine kleine Mulde für den Kopf sowie einen höheren Bereich, der den Nacken stützt und sind meist etwas härter, um optimale Stützkraft zu bieten. Seitenschläfern, die sich für ein Nackenstützkissen entscheiden, wird außerdem empfohlen, ein Kniekissen zu verwenden. Das soll verhindern, dass die Knie in der Nacht aufeinanderliegen, was viele Menschen als unangenehm empfinden. Zusätzlich verhindert es, dass das Becken zu sehr abknickt und die Beine nach unten hängen, was auf Dauer die Hüfte stark belastet und ebenfalls Schmerzen verursacht. Seitenschläferkissen hingegen besitzen eine lange, schmale Form. Sie sind im Schnitt bis zu 2 Meter lang und maximal 45 cm breit. Während des Schlafes schmiegt man sich der Länge nach an das Kissen an. So sorgt es dafür, dass man automatisch eine gerade Haltung einnimmt, die Wirbelsäule entlastet und die Lendenwirbel nicht verdrehen. Gleichzeitig verhindert das Seitenschläferkissen ein Abknicken der Halswirbelsäule und somit die Überdehnung der Halsmuskulatur. Da viele Menschen im Schlaf das Kissen mit den Beinen umklammern, ist ein zusätzliches Kniekissen nicht notwendig.

Seitenschlaf: Auch die richtige Matratze ist wichtig

Auch wenn die Seitenlage als gesund und entlastend für den Rücken gilt, stellt sie oftmals doch eine Belastung für die Schultern und das Becken dar. Deshalb ist für einen gesunden Schlaf auf der Seite nicht nur die Wahl des richtigen Kissens wichtig, sondern auch die passende Matratze sollte sorgfältig ausgewählt werden. Wichtiges Kriterium ist dabei die Entlastung der Wirbelsäule. Diese sollte möglichst gerade liegen. Zu harte Matratzen verhindern aber, dass der Körper genügend einsinken kann, bei zu weichen Modellen sinkt man wiederrum zu stark ein. In beiden Fällen verursacht das einen Knick der Wirbelsäule, führt zu Schmerzen und schlechterem Schlaf. Auch können durch eine falsch gewählte Matratze Schmerzen durch Druck auf Schultern und Hüfte entstehen. Zu viel Druck auf den Schulterbereich bewirkt außerdem, dass Arme und Finger einschlafen und man von dem unangenehmen Kribbeln aus dem Schlaf gerissen wird. Wer dies verhindern möchte, sollte als Seitenschläfer auf eine punktelastische Matratze achten, die an den richtigen Stellen entlastet und den Körper dort stützt, wo es notwendig ist.

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Über den Autor:

Judith Taudien
Schreiben war schon immer Judiths Ding. Deshalb führte sie ihr Weg auch schon in die verschiedensten Print- und Online-Redaktionen, wo sie über all die Themen schreibt, die sie selber interessieren: Literatur, Musik und gutes Essen. Bei Schlaf.de informiert sie Interessierte über alles, was mit dem Thema “Schlafen” zu tun hat. Und wenn sie mal nicht in die Tasten haut, ist sie garantiert auf der Suche nach neuen angesagten Restaurants, guckt Katzenvideos oder singt im wohl coolsten Chor Berlins.