Schlafberater Matratzen

Ein guter Nachtschlaf ist auch zum Großteil abhängig von der Wahl der richtigen Matratze. Wenn Du Dich also dazu entschließt, Dir eine neue Matratze zu kaufen, haben wir hier für Dich einige Fakten, die Du beim Matratzenkauf berücksichtigen solltest.

 

Wir stellen Dir vier Arten von Matratzen vor:

  • Federkern-Matratzen
  • Taschenfederkern-Matratzen
  • Kalt-/Viscoschaum-Matratzen
  • Latex-Matratzen

 

Wir nennen Dir die wichtigsten Vor- und Nachteile zu jeder Matratze, geben Dir ein Fazit dazu und klären die häufigsten Fragen ab.

 

Federkern-Matratzen

Vorteile von Federkern-Matratzen:

  • Hohe Feder- und Stützkraft
  • Gute Durchlüftung
  • Unterschiedliche Härtegrade
  • Günstiger Preis
  • Schnelle Marktverfügbarkeit

Da die Federn im Inneren alle miteinander verbunden sind, stützen sie den Körper und federn auch nach.

Die Federkern-Matratze ist so konstruiert, dass sie im Inneren über einen Hohlraum verfügt. Dieser macht es möglich, dass die Matratze immer gut durchlüftet ist.

Je nach Körpergewicht kann man sich den passenden Härtegrad aussuchen.

Da die Matratze einfach in der Herstellung ist, kostet sie nicht so viel wie andere Matratzen und man kann sie aufgrund ihrer Gängigkeit eigentlich jederzeit überall kaufen.

 

Nachteile von Federkern-Matratzen:

  • Starres System
  • Verbindung der Federn
  • Anfälligkeit für Kuhlenbildung
  • Hygiene
  • Gesundheitliche Probleme

Dadurch, dass die Federn alle miteinander verbunden sind, ist die Matratze ziemlich starr. Sie passt sich Deinem Körper nur wenig an. Verliert eine Feder die Form, verformen sich die verbundenen Federn ringsum auch und es bilden sich Kuhlen. Da die Kuhlen schlecht für Deinen Rücken sind, solltest Du nach Möglichkeit eine hochwertige Matratze kaufen, denn hier verformen sich die Federn nicht ganz so schnell wie bei minderwertigeren Matratzen.

Für die mangelnde Hygiene und die daraus resultierenden gesundheitlichen Probleme sind mehrere Aspekte verantwortlich. Zum einen findet man im Handel schwer geeignet Überzüge für die Matratze. Das ist aber gerade für Allergiker wichtig. Außerdem sind die Matratzen mit Wolle versteppt und dies ist ein weiteres Ausschlusskriterium für Allergiker.

Wenn die Matratze nicht so hochwertig ist, kann es sogar dazu kommen, dass die Eisenfedern mit der Zeit rosten. Die Korrosionspartikel können dann im schlechtesten Fall ebenfalls zu Gesundheitsschäden führen.

 

Fazit

Eigentlich ist vom Kauf einer Federkern-Matratze eher abzuraten. Wenn Du Dir trotzdem eine solche Matratze kaufen möchtest, solltest Du aber vorher die folgenden Fragen abklären.

 

  1. Welches Federkernsystem ist das Beste?

Das beste Federkernsystem ist das 5-Gang-System, das es in zwei Varianten gibt: Taille und endlos. Beide Varianten sind gleich gut.

 

  1. Ist ein Polsterträger vorhanden?

Darauf solltest Du unbedingt immer achten, sonst spürst Du jede einzelne Feder.

 

  1. Wie ist die Höhe der Schaumpolsterung?

Optimal sind 30 mm, aber Du solltest darauf achten, dass die Schaumpolsterung auf keinen Fall weniger als 22 mm ist.

 

  1. Wie hoch ist das Raumgewicht des Schaums?

Das Raumgewicht (Abkürzung RG) sollte mindestens 30 sein, damit die Polsterung lange hält.

 

  1. Beschaffenheit Bezug?

Es gibt nur zwei geeignete Materialien für den Bezug. Entweder Baumwolle oder Wollversteppung. Bei der Wollversteppung musst Du allerdings auf den Anteil an Schurwolle achten. Dieser Wert sollte 540 g/m2 betragen, dann erreichst Du den optimalen Temperaturausgleich.

 

Taschenfederkern-Matratzen

Vorteile von Taschenfederkern-Matratzen:

  • Hohe Feder- und Stützkraft
  • Größere Flexibilität
  • Unterschiedliche Härtegrade für jeden Gewichtstyp
  • Beste Durchlüftung
  • Schnelle Marktverfügbarkeit

Die Vorteile sind im Prinzip die gleichen wie bei der normalen Federkern-Matratze. Was bei der Taschenfederkern-Matratze jedoch positiv hinzukommt ist, dass die Federn in einzelne Taschen verpackt sind. Diese Taschen sind dann wiederum miteinander verbunden. Das macht die Taschenfederkern-Matratze flexibler und passt sich besser an den Körper an als die Federkern-Matratze. Durch die gepolsterten Taschen reicht außerdem ein einfacher Polsterträger schon aus.

 

Nachteile von Taschenfederkern-Matratzen:

Die Nachteile der Taschenfederkern-Matratze sind prinzipiell ebenfalls die gleichen wie die der Federkern-Matratze, sie können sich aber durch die Taschen besser an den Körper anpassen. Auch hier mindert die Hochwertigkeit der Matratze eine Kuhlenbildung und schont dadurch die Lendenwirbel.

 

Fazit

Taschenfederkern-Matratzen sind als Alternative zu Kaltschaum- oder Latexmatratzen durchaus geeignet, wenn Du einige Abstriche in der Körperanpassung machen kannst. Wenn Du Dir eine Taschenfederkern-Matratze kaufen möchtest, kläre vorher die folgenden Fragen ab.

  1. Welches Taschenfederkernsystem ist das Richtige?
    a) Die Zonen sollten im Federkern integriert sein und nicht nur aus einer Schaumpolsterung bestehen.
    b) Wähle bei den Federn 1000 kleine Federn aus. Sie sind komfortabler, da sie punktelastischer sind als 480 große Federn.
    c) Es gibt verklebte und getackerte Taschen. Hier solltest Du die verklebten wählen.

 

  1. Was ist der ideale Polsterträger?

Ein Jute-Sisal-Polsterträger ist die beste Voraussetzung, um den Schaum Deiner Matratze zu schützen.

 

  1. Höhe der Schaumpolsterung?

Analog zur Federkern-Matratze sollte die Höhe der Schaumpolsterung auch hier 22-30 mm sein.

 

  1. Raumgewicht des Schaums?

Die Polsterung hält länger ab einem Raumgewicht von 30.

 

  1. Beschaffenheit des Bezugs?

Idealerweise ist der Bezug aus Baumwolle. Du solltest ihn rundum abnehmen können, damit Du ihn problemlos waschen kannst. Alternativ ist eine Wollversteppung möglich, diese aber auch unbedingt mit einem Schurwolle-Anteil von 540 g/m2.

 

Kalt-/Viscoschaum-Matratzen

Vorteile:

  • Optimale Körperstütze
  • Langlebigkeit
  • Punktelastizität
  • Unterschiedliche Härtegrade für jeden Gewichtstyp
  • Gute Durchlüftung
  • Ideale Körperanpassung
  • Sehr leicht / gut zu handhaben

Kalt- und Viscoschaummatratzen sind zwar sehr weich, sie können sich aber trotzdem durch die Zonentechnik optimal an Deinen Körper anpassen und ihn durch die Punktelastizität stützen. Kaltschaum ist ein Material mit offenen Poren, das daher gut durchlüftet und sehr leicht ist. Gerade Senioren wissen das geringe Gewicht der Matratze sehr zu schätzen.

 

Nachteile:

  • schlechtere Belüftung bei Viscoschaum
  • Viscoschaum reagiert auf Temperaturschwankungen

Im Gegensatz zur Kaltschaum- oder Federkernmatratze ist der der Viscoschaum sehr dicht. Deshalb kann der Viscoschaum unterschiedliche Temperaturen nicht so gut ausgleichen und Du wirst mit dieser Matratze wahrscheinlich mehr schwitzen als mit anderen. Außerdem verändert der Viscoschaum bei verschiedenen Temperaturen auch seine Elastizität. Während Du bei heißen Temperaturen völlig einsinkst und Dein Körper nicht mehr gestützt wird, wird die Matratze bei kalten Raumtemeraturen bretthart.

 

Fazit

Kaufempfehlung für Kaltschaum- und Komfortschaum-Matratzen! Die Vorteile überwiegen eindeutig die Nachteile. Damit Du die für Dich ideale Matratze findest, stelle vorher die folgenden Fragen.

 

  1. Wie sollte die Kernhöhe sein?

Der Komfort nimmt mit der Kernhöhe zu. In der Regel erhältst Du Matratzen mit einer Kernhöhe von 14-16 cm.

 

  1. Wieviele Zonen gibt es?

Am besten sind sieben Zonen. Dadurch wird jeder Bereich der Wirbelsäule separat gestützt.

 

  1. Verarbeitung der Zonen?

Achte auf einen Würfelschnitt. Dieser ist im Vergleich zum Wellenschnitt viel hochwertiger.

 

  1. Raumgewicht des Schaums?

Deine neue Matratze solltest Du ab einem Raumgewicht von 40 – oder höher – auswählen.

 

  1. Welcher Matratzenbezug ist geeignet?

Das Material besteht meistens aus Frottee oder bei höherwertigen Matratzen aus einem Baumwolle-Stretch-Verbundstoff. Damit Du die Bezüge leicht abnehmen und waschen kannst, solltest Du auf einen ringsum laufenden Reißverschluss achten.

 

Latex-Matratzen

Vorteile:

  • Optimale Körperstütze
  • Langlebigkeit
  • Punktelastizität
  • Unterschiedliche Härtegrade für jeden Gewichtstyp
  • Ideale Körperanpassung

Die Matratze ist weich und passt sich durch die Zonentechnik, die durch unterschiedliche Lochstärken erreicht wird, ideal an den Körper an.

 

Nachteile:

  • Temperaturausgleichsprobleme
  • Hohes Gewicht / Matratze ist sehr schwer
  • Hoher Preis

Durch die mangelnde Belüftungsmöglichkeit bei Latex kann die Matratze die Temperaturschwankungen nicht optimal ausgleichen. Du könntest leichter schwitzen oder frieren als bei anderen Matratzen.

Für Senioren eignet sich die Matratze durch ihr hohes Gewicht und die daraus resultierende schwere Handhabung weniger.

 

Fazit

Wenn Du Dir eine wirklich hochwertige Matratze gönnen möchtest, solltest Du eine Latexmatratze wählen. Allerdings unter Beachtung der nachfolgenden Fragen.

 

  1. Welcher Latexkern ist der Beste?

Es gibt Voll-Latexkern und Kombi-Latexkern. Die bessere Wahl ist Volllatex.

 

  1. Wieviele Zonen hat die Matratze?

Vergewissere Dich vor dem Kauf unbedingt, dass der Matratzenkern auch tatsächlich sieben Zonen hat. Das entlastet alle Bereiche Deiner gesamten Wirbelsäule.

 

  1. Beschaffenheit Bezug?

Hier solltest Du auch wieder auf hochwertiges Material, die leichte Abnehmbarkeit sowie die Waschbarkeit achten.

 

Nun hast Du einen guten Überblick über die Vor- und Nachteile aller Matratzentypen erhalten. Die Tipps und Ratschläge werden Dir hoffentlich bei der Entscheidung für Deine neue Matratze weiter helfen.