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Aktigraphie – das musst Du wissen

Wenn Sie unter Schlafproblemen leiden, welche die Folge von Schlafrhythmus-Störungen sein können, findet oft eine Schlafmessung statt. Dieser Vorgang, der sich in der Regel über einen Zeitraum von mehreren Wochen erstreckt, wird Aktigraphie genannt. Mit diesem nicht invasiven Verfahren werden die Ruhezyklen und Aktivitäten des Menschen gemessen.

Wie die Aktigraphie abläuft

Um eine Aktigraphie durchzuführen, befestigt der Arzt ein ungefähr streichholzschachtelgroßes Messgerät an Ihrem Handgelenk. Dieses zeichnet mehrere Tage lang alle Ihre Ruhe- und Aktivitätsphasen auf. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, müssen Sie das Messgerät ständig tragen, also während der Tagesroutine und auch im Schlaf. Die Messung kann nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn Sie das Messgerät während der Aktigraphie nicht selbstständig abnehmen. Im Anschluss an die Messung werden die Ergebnisse am Computer ausgewertet. Dabei erstellt der Arzt oder seine Assistenten Ihr persönliches Ruhe-Aktivitäts-Profil. An diesem ist zu erkennen, ob Ihr Schlaf-Wach-Rhythmus gestört ist.

An Schlafstörungen infolge eines verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmusses leiden vor allem Schichtarbeiter oder Flugpersonal. Für diese Personengruppen ist es nicht möglich, regelmäßig zu denselben Zeiten zu schlafen und wach zu sein. Neben Schlafrhythmusstörungen kann Ihr Arzt mit Hilfe der Aktigraphie auch feststellen, ob Sie nachts schlafwandeln.

Matthias Böhm

Matthias setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Menschen mit Informationen zu versorgen, die sie nutzen können, um sinnvolle Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen. Als wissenschaftlicher Autor hat er mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, Patient*innen, Betreur*innen und Fachleute mit qualitativ hochwertigen, faktenbasierten Informationen zu versorgen und diese zu verfassen. Wenn er nicht gerade schreibt, kocht Matthias gerne vegetarisch, wandert und schläft gerne aus.

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