Was ist Büroschlaf?
Büroschlaf beschreibt kurze Schlafphasen während des Arbeitstags und folgt klaren zeitlichen und organisatorischen Regeln.
Die Praxis reicht von informellen Nickerchen bis zu strukturierten Angeboten wie Ruheräumen. Akzeptanz und Umsetzung hängen stark von Kultur, Branche und Arbeitsmodell ab.
Was ist Büroschlaf und wie unterscheidet er sich von Powernap & Siesta?
Büroschlaf meint das kurze Schlafen im Büro oder während der Arbeitszeit, meist zur Mittagszeit. Er zielt auf Erholung ohne tiefen Schlaf. Häufige Formen sind Kurzschlaf, Nickerchen oder Powernap.
Abgrenzung der Begriffe:
| Begriff | Dauer | Kontext |
| Büroschlaf | 10–30 Min. | Arbeitsplatz, Arbeitsalltag |
| Powernap / Powernapping | 10–20 Min. | Leistungssteigerung |
| Mittagsschlaf | 20–30 Min. | Alltag oder Arbeit |
| Siesta | 30–90 Min. | Kulturbedingt, späterer Arbeitstag |
| Inemuri | Variabel | Japan, Präsenz trotz Ruhe |
Die ideale Dauer liegt meist unter 30 Minuten. Siesta und Inemuri sind kulturelle Sonderformen und unterscheiden sich klar vom strukturierten Kurzschlaf im Büro.
Kulturelle Unterschiede und Akzeptanz in Unternehmen
In Deutschland gilt Schlafen am Arbeitsplatz noch oft als unprofessionell. Gleichzeitig erkennen mehr Unternehmen den Nutzen kurzer Erholungsphasen. Studien und Ratgeber beschreiben Powernapping als akzeptierten Produktivitätsimpuls, nicht als Faulheit, etwa beim Powernapping in der Leistungsgesellschaft [1].
International zeigen sich deutliche Unterschiede. In Japan ist Inemuri sozial akzeptiert, solange Arbeitsbereitschaft signalisiert bleibt. In Südeuropa gehört die Siesta traditionell zum Tagesrhythmus. In DACH-Regionen wächst die Akzeptanz vor allem dort, wo flexible Arbeitszeiten und Ergebnisorientierung zählen, wie Analysen zur Kultur des Schlafens am Arbeitsplatz [2] zeigen.
Praktische Umsetzung: Wo und wie kann man im Büro schlafen?
Erfolgreicher Büroschlaf braucht klare Regeln. Du profitierst von festen Zeitfenstern, kurzen Dauern und passenden Orten.
Bewährte Optionen:
- Schlafräume oder Ruheräume mit Liegen und gedämpftem Licht
- Ruhige Zonen oder abgetrennte Bereiche
- Homeoffice, wenn Wege und Umgebung Erholung erleichtern
Praktische Tipps:
- Stelle einen Timer auf 20 Minuten.
- Vermeide tiefes Liegen nach schweren Mahlzeiten.
- Halte Absprachen im Team transparent.
Unternehmen, die Büroschlaf zulassen, definieren häufig Ort, Dauer und Rückkehrzeiten. Begriffsdefinitionen und Beispiele findest du auch im Wörterbuch zum Büroschlaf [3].
Vorteile, Risiken und Empfehlungen für den Büroschlaf
Ein kurzes Nickerchen im Büro kann deine Konzentration, Leistungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit messbar unterstützen.
Gleichzeitig hängen Nutzen und Risiken stark von Schlafdauer, Zeitpunkt und Schlafumgebung ab.
Leistungsfähigkeit, Konzentration und Kreativität steigern
Ein kurzes Nickerchen wirkt besonders im Mittagstief, wenn dein Schlaf‑Wach‑Rhythmus natürliche Leistungseinbrüche zeigt. Schon 10–20 Minuten können die Konzentrationsfähigkeit stabilisieren und die Produktivität steigern.
Du reagierst schneller, machst weniger Fehler und bleibst mental flexibler.
Auch Kreativität profitiert. Kurze Ruhephasen senken kognitive Überlastung und erleichtern neue Verknüpfungen. Das hilft bei Problemlösungen und beim Priorisieren.
Wichtig ist die Abgrenzung: Ein Powernap ersetzt keinen gesunden Schlaf, sondern ergänzt ihn gezielt.
Eine ruhige, ergonomisch sinnvolle Umgebung unterstützt den Effekt. Aspekte aus der ergonomischen Büroeinrichtung wie Licht, Sitz- oder Liegeposition und Geräuschpegel spielen dabei eine Rolle. Eine passende Umgebung reduziert Störungen und verkürzt die Einschlafzeit.
Optimale Dauer, Zeitpunkt und Schlafumgebung
Die Schlafdauer entscheidet über Nutzen oder Trägheit. Zu langes Schlafen erhöht das Risiko, in die Tiefschlafphase zu geraten. Dann fällt das Aufwachen schwer.
| Dauer | Effekt |
| 5–10 Min. | leichte Erholung, schnelle Aktivierung |
| 10–20 Min. | optimal für Fokus und Produktivität |
| 30–60 Min. | Risiko von Schlafträgheit |
| >60 Min. | Eintritt in Tiefschlaf |
Der beste Zeitpunkt liegt meist zwischen 12:30 und 15:00 Uhr, passend zur Mittagspause und zum Biorhythmus.
Die Schlafumgebung sollte ruhig, leicht abgedunkelt und temperiert sein. Ein Nackenkissen oder eine entspannte Sitzposition reicht oft aus.
Gesundheitliche Aspekte: Stress, Herz-Kreislauf, Schlafmangel
Gezielte Pausen senken Stresshormone und unterstützen die Gesundheitsförderung. Kurzfristig kann Büroschlaf Symptome von Müdigkeit am Arbeitsplatz dämpfen.
Langfristig ersetzt er jedoch keinen ausreichenden Nachtschlaf.
Bei regelmäßigem Schlafmangel steigt das Risiko für Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen und Bluthochdruck. Ein Powernap kann die Folgen mildern, behebt aber kein Schlafdefizit.
Achte deshalb auf stabile Schlafmuster und ausreichende Nachtruhe.
Unternehmen müssen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Vorgaben zum Arbeitsschutz im Büro betreffen auch Pausen, Belastungen und psychische Gesundheit. Klare Regeln helfen, Nickerchen sinnvoll und akzeptiert zu integrieren.
Tipps für den Powernap und den Umgang mit Müdigkeit
Halte den Powernap kurz und geplant. Stelle einen Wecker und beende ihn konsequent.
Trinke davor ein Glas Wasser; Koffein wirkt erst später und stört den Schlaf nicht sofort.
Praktische Empfehlungen:
- Dauer: 10–20 Minuten
- Zeitpunkt: nach dem Mittagessen, nicht spät am Nachmittag
- Umgebung: ruhig, dunkel, bequem
- Nach dem Aufwachen: kurz bewegen, Tageslicht nutzen
Wenn Müdigkeit anhält, prüfe Ursachen wie Schlafstörungen, Bildschirmbelastung oder fehlende Bewegung. Regelmäßige Pausen, ergonomische Anpassungen und klare Grenzen fördern Work‑Life‑Balance und halten deine Leistungsfähigkeit stabil.



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