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Auch tagsüber können im Schlaflabor wichtige Untersuchungen mit Ihnen durchgeführt werden. Diese Tagesmessungen sollen Ihre sogenannte Vigilanz, d.h. Ihre Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit, messen. Mit verschiedenen Testverfahren wird unter anderem bestimmt, wie leistungsfähig Sie körperlich sind, wie gut und wie lange Sie sich Dinge merken können und wie schnell Sie dazu neigen, einzuschlafen.
Der sogenannte Multiple-Schlaf-Latenz-Test, kurz MSLT, misst Ihre Einschlafneigung um 10, 12, 14, 16 und eventuell noch einmal um 18 Uhr. Dazu werden Sie im Schlaflabor erneut verkabelt und gebeten, sich schlafen zu legen. Der Laborant wird die Vorhänge zuziehen und den Raum verlassen, denn Sie sollen nun versuchen, einzuschlafen. Dafür haben Sie 20 Minuten Zeit. Wenn Sie einschlafen, werden Sie nach zwei Minuten wieder geweckt. Wenn Sie nicht schlafen können, wird die Polysomnografie nach 20 Minuten abgebrochen. Die gleiche Untersuchung wird nun noch dreimal oder viermal im Abstand von zwei Stunden vorgenommen.
Um die Untersuchungsergebnisse nicht zu verfälschen, dürfen Sie zwischen den einzelnen Messungen nicht schlafen. Vor und während des ganzen Untersuchungstages dürfen Sie keine anregenden Getränke wie Kaffee, Tee oder Coca-Cola trinken und keine Medikamente zu sich nehmen.
Je schneller Sie während des MSLT einschlafen, desto größer ist Ihre Tagesmüdigkeit. Sollten Sie immer wieder in weniger als 5 Minuten einschlafen, sollte rasch eine Behandlung erfolgen. Es besteht die ernsthafte Gefahr, dass Sie bei der Arbeit oder im Straßenverkehr einnicken könnten.
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