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"Schlafen am Tage nimmt die Runzeln vom Gesicht."

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Die Atemhilfe - Tipps und Tricks im Umgang mit dem Gerät

 

Ihr CPAP- oder BiPAP-Gerät besteht aus einem tragbaren Gehäuse, dem Verbindungsschlauch und der Atemmaske. Im Handel sind viele verschiedene Arten und Größen von Atemmasken erhältlich. Man unterscheidet Nasen-, Nasenoliven- und Vollgesichtsmasken. Sogar Spezialanfertigungen sind möglich. Ihr Arzt wird Ihnen eine individuell für Sie geeignete Maske verschreiben. Wenn Sie im Laufe der Zeit feststellen sollten, dass Ihre Maske dennoch Druckstellen hinterlässt oder nicht richtig abschließt, so dass Luft entweicht, können Sie jederzeit nach Rücksprache mit Ihrem Arzt auf eine andere Größe oder Form wechseln.

 

  • Bitte schließen Sie Ihr Gerät nicht in engen, geschlossenen Räumen, z.B. in Ihrem Nachtschrank, ein. Stellen Sie es nicht vor eine Wand oder einen Vorhang, denn dann kann es keine Luft mehr ansaugen und weiterverteilen. Nehmen Sie niemals das Gehäuse des Gerätes auseinander und entfernen Sie auch nicht eigenmächtig irgendwelche Teile. Sollte der mitgelieferte Schlauch Ihres Gerätes zu kurz sein, basteln Sie nicht selbstständig eine längere Variante. Der individuell für Sie eingestellte Druck Ihres Gerätes kann sich durch defekte oder undichte Schläuche verändern und die Therapie unwirksam machen. Sie können nach Rücksprache mit Ihrem betreuenden Arzt beim Hersteller Ihres Gerätes problemlos einen längeren Schlauch bestellen.
  • In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie die einzelnen Bestandteile Ihres Gerätes regelmäßig reinigen. In vernachlässigten Atemfiltern und Nasenmasken können sich Pilze und Ablagerungen bilden, die die zugeführte Atemluft verunreinigen. Ziehen Sie immer den Netzstecker heraus, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Benutzen Sie keine scharfen Scheuer- oder Lösungsmittel zur Reinigung des Gerätes oder des Zubehörs.
  • Der „hautnahste“ Geräteteil, die Maske, muss jeden Tag gereinigt werden. Nehmen Sie dazu einen weichen Lappen und warme, milde Seifenlauge. Spülen Sie die Maske mit klarem Wasser nach. Lassen Sie sie am besten an der Luft gut trocknen. Legen Sie sie jedoch nicht auf die Heizung oder in die pralle Sonne. Die Maske könnte porös und undicht werden. Übrigens: die Lebensdauer Ihrer Maske verlängert sich, wenn Sie sich vor dem Anlegen das Gesicht waschen. Die Fettschicht der Haut kann die Maske dann nicht so schnell verschmutzen.
  • Auch der Wasserbehälter des Gerätes muss, wenn vorhanden, jeden Tag mit Wasser und etwas Spülmittel gereinigt werden. Spülen Sie immer auch den Deckel. Füllen Sie den Behälter täglich kurz vor dem Zubettgehen mit neuem, abgekochtem oder destilliertem Wasser auf. Entfernen Sie das Wasser gleich am nächsten Morgen wieder, damit sich nicht so viele Keime ansammeln können.
  • Den Atemschlauch sollten Sie wöchentlich säubern. Verwenden Sie lauwarme Seifenlauge und spülen Sie mit klarem Wasser gründlich nach.
    Die Kopfhalterung können Sie bei 30 - 40°C in der Maschine waschen. Bügeln Sie sie jedoch nicht. Dadurch können nämlich die Klettverschlüsse zerstört werden.
  • Auch den Filter sollten Sie wöchentlich reinigen. Dazu entnehmen Sie den Filter aus dem Gehäuse und tauchen ihn in lauwarmes Seifenwasser. Spülen Sie ihn gründlich unter klarem Wasser aus. Lassen Sie den Filter gut trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen. Alle sechs Wochen müssen Sie den Filter komplett auswechseln.
  • Bei ständig kalter Nase während der Überdrucktherapie hilft es, den Schlauch unter dem Kissen oder der Bettdecke entlanglaufen zu lassen. Achten Sie darauf, ob während der Nacht Luft aus Maske oder Schlauch austritt. Das darf nicht passieren, denn Lecks gefährden den Erfolg der Behandlung erheblich. Die austretende Luft kann außerdem die Augen reizen. Tränen und schmerzen diese ständig, liegt eventuell eine Bindehautentzündung vor. In solchen Fällen sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine neue Maske sprechen und einen Augenarzt aufsuchen. Eventuell können Sie Ihre Maske vorübergehend mit Pflaster, Mullbinden oder kleinen Stücken Fensterleder abdichten. Ein undichter Schlauch muss umgehend durch einen neuen ersetzt werden.
  • Sollte die Maske Druckstellen im Gesicht hinterlassen, lockern Sie als erstes die Kopfhalterung. Zusätzlich können Sie mullähnliches Material als „Puffer“ zwischen Haut und Maske verwenden. Pflaster, Schaumstoff, Mullbinden oder auch Fensterleder sind dazu geeignet. Sollte die Benutzung der Maske dadurch für Sie nur noch unbequemer werden und sollte sich keine Linderung einstellen, lassen Sie sich über eine andere Maskengröße oder -form beraten. Verwenden Sie tagsüber bei aufgescheuerten Stellen eine Wund- und Heilsalbe, z.B. Bepanthen®, oder Zinkpaste.
  • Gegen einen trockenen Mund oder eine trockene Nase hilft ein Pflegeset aus Nasensalbe und -öl. Fragen Sie Ihren Arzt nach geeigneten Präparaten. Verwenden Sie die Salbe tagsüber ungefähr drei- bis viermal. Eine Stunde bevor Sie zu Bett gehen und die Maske aufsetzen, sollten sie jeweils einen Tropfen Nasenöl in die Nasenlöcher träufeln. Bitte nehmen Sie das Nasenöl nicht später, da sonst Reste in der Maske zurückbleiben können.
  • Bei Schnupfen und laufender Nase sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt konsultieren. Er kann entscheiden, ob Sie eventuell mit der Überdrucktherapie zwei bis drei Tage pausieren müssen. Spezielle Nasensalben können die Nase freihalten. Sollten sich Ihre Beschwerden langfristig nicht bessern, könnte für Sie, falls nicht vorhanden, ein beheizbarer Atemluftbefeuchter an Ihrem Gerät sinnvoll sein.
  • Informieren Sie Ihren Arzt außerdem unbedingt über bestehende Allergien. Sie könnten auch auf Stoffe, die in der Maskenherstellung verwendet werden, empfindlich reagieren. Um allergische Reaktionen während der Überdrucktherapie zu verhindern, können Sie zum Beispiel auf im Handel erhältliche silikonfreie Masken oder latexfreie Schläuche umsteigen.
  • Sowohl die Arbeit des Beatmungsgerätes, als auch die Maskenatmung des Schlafenden gehen nicht geräuschlos vonstatten. Einen gewissen Lautstärkepegel haben alle Geräte. Mit ein paar Tricks können die Geräusche jedoch gedämpft werden, wenn dadurch Sie oder Ihr Bettpartner gestört werden. Stellen Sie Ihr Gerät zum Beispiel nicht in Kopfhöhe auf. Verwenden Sie einen längeren Schlauch oder postieren Sie das Gerät in einem anderen Raum selbstverständlich ohne den Schlauch einzuklemmen oder zu beschädigen. Außerdem können Sie eventuell Schalldämpferventile in Ihre Maske einbauen. Sie sind bei Ihrem Gerätehersteller erhältlich.
  • Sollten Sie sich in der Benutzung des Gerätes unsicher sein, können Sie Ihren Hersteller jederzeit über die auf Ihrer Gebrauchsanweisung angegebene Notrufnummer erreichen. Bei allen unerwarteten Komplikationen sollten Sie sich umgehend an Ihren behandelnden Arzt oder an die Ambulanz Ihres Schlaflabors wenden.

 

 

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