Was passiert im Körper?
Nach dem Einschlafen nimmt die Herzfrequenz ab, der Blutdruck sinkt. Unsere Atmung wird regelmäßiger, langsamer und flacher. Die Körpertemperatur sinkt bis in die frühen Morgenstunden ab.
Erst im REM-Schlaf verändern sich die Körperfunktionen wiederum charakteristisch. Wir atmen unregelmäßig, die Herzfrequenz schwankt, der Blutdruck steigt. Die Durchblutung des Gehirns nimmt zu, ebenso die der Sexualorgane. Männer bekommen eine Erektion.
Unser Hormonhaushalt kommt in der Nacht in Schwung. Die Ausschüttung einiger Hormone ist dabei nicht nur von der Tageszeit, sondern auch vom Schlafen abhängig. Die Konzentration des Hormons Renin, das für die Nierenfunktion wichtig ist, ist zum Beispiel während der ersten Stunden des Schlafes am höchsten. Auch die Produktion von Wachstumshormonen ist zu diesem Zeitpunkt am größten. Der Spiegel des Stresshormons Kortisol sinkt im Gegensatz dazu ab und erhöht sich erst wieder in den frühen Morgenstunden. Die Physiologie des Schlafes ist also keineswegs eine reduzierte Form der Wachheit, sondern ein komplexes Zusammenspiel verschiedener, lebenswichtiger Körperfunktionen.
Ebenso wie unser Körper, schaltet auch unser Geist während des Schlafens nicht ab, sondern um: das Träumen löst den „wachen“ Verstand ab.
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