Neuroleptika

Neuroleptika sind Medikamente, die hauptsächlich bei Denkzerfahrenheit, Erregungszuständen, Halluzinationen und Wahnideen eingesetzt werden. Vor allem Psychosen, wie zum Beispiel die Schizophrenie, werden mit Neuroleptika behandelt. Auch bei schweren Denkstörungen werden sie kurz-, mittel- oder auch langfristig eingesetzt.

Die Nebenwirkungen sind recht groß und können im schlimmsten Fall lebensgefährliche Ausmaße annehmen. Gegebenenfalls kann es auch zu Bewegungsstörungen kommen, diese sind dann nicht mehr rückgängig zu machen. Daher werden Neuroleptika nur in ganz bestimmten Fällen eingesetzt. Neuroleptika sollten niemals über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die Einnahme hat außerdem unter ärztlicher Aufsicht zu erfolgen.

Im Gegensatz zu Hypnotika besteht bei Neuroleptika jedoch kein Abhängigkeitsrisiko.

 

Hypnotika

Hypnotika sind Schlafmittel, welche den Schlafvorgang fördern. Die Übergänge zu den Beruhigungs- und Betäubungsmitteln sind fließend. Bei sachgemäßer Anwendung bewirken Hypnotika ein schnelleres Einschlafen. Der Schlaf wird zudem länger und ruhiger, das nächtliche Aufwachen wird seltener.

Je nach Wirkungsdauer werden Hypnotika in kurz, mittellang und lang wirksame Hypnotika unterschieden. Bei den kurz wirksamen Hypnotika setzt die schlaffördernde Wirkung sehr schnell ein, das Einschlafen wird erleichtert. Die verabreichten Wirkstoffe werden bereits in den ersten Stunden nach der Einnahme abgebaut. Langwirksame Hypnotika hingegen sind noch drei bis vier Tage nach Einnahme im Blut nachzuweisen. Langwirksame Hypnotika werden auch nur bei schweren Schlafstörungen verordnet.
 

Hypnotika

Mehr zu diesem Thema findest du im Ratgeber „Moderne Hypnotika“

 

Unsere Buchempfehlungen

  • Handbuch Medikamente: Vom Arzt verordnet (Annette Bopp & Vera Herbst)
  • Handbuch Selbstmedikation (Annette Bopp & Gerd Glaeske)