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Das Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) ist eine Schlafstörung. Obwohl es sich schmerzhaft anhört, verspürt man keinen Schmerz. Die Betroffenen hören ein lautes Geräusch oder eine Explosion in ihrem Kopf. Das Geräusch ist nicht real und wird von anderen nicht gehört. Es passiert beim Einschlafen oder beim Aufwachen in der Nacht. EHS ist harmlos und kein Anzeichen für eine andere ernsthafte Erkrankung. Es muss normalerweise nicht behandelt werden.

Was ist das Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS)?

Das Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) ist eine parasomnische Schlafstörung, die durch Episoden gekennzeichnet ist, die typischerweise in der Übergangsphase zwischen Schlaf und Wachsein auftreten. Diese Episoden sind durch imaginäre Geräusche oder Empfindungen gekennzeichnet, die die Wahrnehmung einer lauten Explosion und möglicherweise eines Lichtblitzes im Kopf des Schlafenden hervorrufen. Die Episoden sind kurz und dauern in der Regel weniger als eine Sekunde.

Obwohl diese Störung nicht mit körperlichen Schmerzen verbunden ist, können sich die Betroffenen nach dem Abklingen der Episode verängstigt oder ängstlich fühlen. Bei Personen, die im Laufe einer einzigen Nacht mehr als eine Episode erleben, kann es auch zu starker Erregung kommen, die zu Schlafverlust führen kann.

Wie häufig ist das Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) und wer erkrankt daran?

Die Forscher wissen nicht, wie viele Menschen am Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) erkrankt sind. Es ist häufiger bei Frauen anzutreffen.

EHS kann Personen jeden Alters betreffen. Den Ergebnissen einer Studie zufolge leiden etwa 16 % der Studenten an EHS.

Wie häufig tritt das Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) auf?

Wie häufig ein EHS-Anfall auftritt, ist von Person zu Person unterschiedlich. Manche Menschen haben mehrere Anfälle in einer einzigen Nacht. Andere haben mehrere Nächte hintereinander mehrere Anfälle, gefolgt von Wochen oder Monaten ohne Anfälle.

Welche Faktoren können einen Anfall des Explodierender-Kopf-Syndrom auslösen?

In den meisten Fällen wissen die Forscher nicht, was einen Anfall des Explodierender-Kopf-Syndrom auslösen könnte. Manche Menschen berichten, dass Stress oder Müdigkeit zu ihren Anfällen geführt haben könnte.

Wie lange dauert ein Anfall des Explodierender-Kopf-Syndrom?

Ein Anfall dauert in der Regel weniger als eine Sekunde.

Ist das Explodierender-Kopf-Syndrom gefährlich?

Das Explodierender-Kopf-Syndrom ist nicht gefährlich und schadet Ihrer allgemeinen Gesundheit nicht.

Welche Anzeichen und Symptome gibt es beim Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS)?

Zu den Anzeichen und Symptomen des Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) gehören:

  • Angst oder Beklemmung nach dem Anfall
  • Ein plötzliches Muskelzucken zum Zeitpunkt des Anfalls.
  • Schwierigkeiten, wieder einzuschlafen.
  • Aufwachen mit Schweißausbrüchen, schnellem Herzschlag und/oder Atemproblemen.

Bei EHS treten keine körperlichen Schmerzen auf.

Wie wird ein Anfall von Explodierender-Kopf-Syndrom beschrieben?

Die meisten Personen, die unter dem Syndrom des explodierenden Kopfes leiden, beschreiben es als eine Explosion in ihrem Kopf oder als das Hören von Geräuschen wie Schüsse, Donner oder andere sehr laute Geräusche.

Was sind die Ursachen des Explodierender-Kopf-Syndroms?

Die Forscher kennen die genaue Ursache des Explodierender-Kopf-Syndroms nicht. Die meisten veröffentlichten medizinischen Berichte zu diesem Thema stützen sich nur auf einige wenige Patienten.

Es gibt jedoch einige aktuelle Theorien zu den Ursachen. Dazu gehören:

  • Eine kurzzeitige Erhöhung der Aktivität der sensorischen Neuronen im Gehirn.
  • Beschädigung oder Fehlfunktion der Innenohrstrukturen.
  • Abnormale Aufmerksamkeitsverarbeitung im Gehirn während des Schlaf-Wach-Übergangs.
  • Eine Aura, die vor einer Migräne auftritt.
  • Nebenwirkungen durch das plötzliche Absetzen von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (zur Behandlung von Depressionen) oder Benzodiazepinen (zur Behandlung von Angstzuständen).

Wie wird das Syndrom des explodierenden Kopfes diagnostiziert?

Der behandelnde Arzt, in der Regel ein Spezialist für Schlafstörungen, befragt den Betroffenen oder seinen Schlafpartner zu seinen Anfällen. Die Kriterien der Internationalen Klassifikation der Schlafstörungen helfen dem Arzt, die Diagnose zu stellen. Diese Kriterien sind:

  • Man wacht plötzlich durch ein lautes Geräusch oder eine Explosion in seinem Kopf auf.
  • Das Erlebnis ist intensiv und macht den Betroffenen nach dem Anfall Angst.
  • Während oder nach dem Anfall verspüren die Betroffenen keine körperlichen Schmerzen.

Der Schlafmediziner wird auch fragen:

  • Ob man während des Ereignisses Lichtblitze gesehen hat (manche Menschen erleben dies).
  • Wurden bei dem Anfall Muskelzuckungen festgestellt?

Es kann sein, dass der Schlafmediziner bestimmte Tests anordnen möchte, um andere Erkrankungen auszuschließen. Diese Tests können folgendes beinhalten:

  • Polysomnogramm: Dieser Test misst die Gehirn- und Körperaktivität während des Schlafs. Dabei werden die Gehirnströme, die Herzfrequenz, die Augenbewegungen und die Atmung aufgezeichnet, während man schläft.
  • Magnetresonanztomographie: Bei dieser Untersuchung werden mithilfe eines großen Magneten, Radiowellen und eines Computers detaillierte Bilder des Gehirns und des Körpers erstellt.
  • Elektroenzephalogramm (EEG): Bei dieser Untersuchung wird die elektrische Aktivität des Gehirns aufgezeichnet. Er ist nützlich, um nächtliche Epilepsie zu erkennen.

Um andere Erkrankungen auszuschließen, wird der Arzt eine ausführliche Anamnese erheben und andere Fragen stellen:

  • Ob andere bekannte Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit oder Schlafapnoe in der Familie vorhanden sind.
  • Gibt es bei einem Patienten in der Vorgeschichte Kopfschmerzen oder psychische Störungen wie eine posttraumatische Belastungsstörung?

Wie wird das Explodierender-Kopf-Syndrom (EHS) behandelt?

Das Explodierender-Kopf-Syndrom muss in der Regel nicht behandelt werden. Der behandelnde Arzt wird mit dem Patienten sprechen und ihm versichern, dass dieser Zustand nicht gefährlich oder ein Anzeichen für eine andere ernsthafte Erkrankung ist.

Bei Bedarf kann der behandelnde Arzt jedoch auch ein Medikament verschreiben, das zur Behandlung anderer Erkrankungen eingesetzt wird. Zu den Medikamenten, die sich bei EHS als hilfreich erwiesen haben, gehören das Antiepileptikum Topiramat, das Herzmedikament Nifedipin, das Antidepressivum Amitriptylin und Clomipramin, ein Medikament gegen Zwangsneurosen.

Wie kann ich die Häufigkeit meiner Explodierender-Kopf-Syndrom-Episoden verringern?

Wenn bestimmte Faktoren einen Anfall auslösen könnten, sollte man gemeinsam mit dem behandelnden Arzt daran arbeiten, diese auslösenden Faktoren zu beseitigen. Ein Beispiel:

  • Wenn Schlafmangel einen Anfall auslöst, sollte man versuchen, sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht zu bekommen und andere gute Schlafgewohnheiten einzuhalten.
  • Wenn Stress einen Anfall auslöst, sollte man Entspannungstechniken wie Yoga, Atemübungen oder Meditation ausprobieren. Alternativ kann man versuchen, vor dem Schlafengehen ein warmes Bad zu nehmen, einen beruhigenden Duft ins Schlafzimmer sprühen oder andere Methoden zum Stressabbau anwenden, die bei einem selbst funktionieren.
  • Falls andere Schlafstörungen vorliegen, sollte der behandelnde Arzt darüber informiert werden. Die Anweisungen zur Einnahme von Medikamenten oder zur Verwendung von Geräten (z. B. zur Behandlung von Schlafapnoe) sind zu befolgen.
  • Wenn die Angst vor diesen Episoden überwältigend ist, sollte man mit seinem Arzt sprechen. Er kann eine kurze Behandlung mit einem Medikament gegen Angstzustände verschreiben.

Was kann ich erwarten, wenn ich das Explodierender-Kopf-Syndrom habe?

Die Aussichten sind gut. Das Explodierender-Kopf-Syndrom ist nicht gefährlich und kein Anzeichen für eine andere ernsthafte Erkrankung. Wenn der behandelnde Arzt den Betroffenen beruhigt, ihn über die Erkrankung aufklärt und die Auslöser oder andere Schlafprobleme in den Griff bekommt, sollten die Anfälle mit der Zeit vollständig verschwinden.

Wann sollte ich meinen behandelnden Arzt aufsuchen?

Bei Schlafstörungen oder wenn man wegen dieser Episoden beunruhigt ist, sollte man sich an seinen medizinischen Betreuer oder einen Schlafspezialisten wenden.

Der Arzt bzw. die Ärztin sollte unbedingt informiert werden:

  • Alle Medikamente, die man einnimmt.
  • Alle Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und pflanzlichen Produkte, die der Patient einnimmt.
  • Alle Drogen, die man in der Freizeit konsumiert, und den Alkoholkonsum.

Es kann sein, dass der Schlafmediziner dazu aufgefordert hat, ein Schlaftagebuch zu führen, um das Schlafverhalten und etwaige EHS-Episoden zu dokumentieren. Das Tagebuch sollte zu dem Termin mitgebracht werden, und die Ergebnisse sollten mit dem Arzt besprochen werden.

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