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Kinderzimmer

Das Bett spielt eine große Rolle im Leben des Kindes, immerhin verbringt es dort die Hälfte seines Tages. Was sollte man beim Kauf des Bettes beachten und ab welchem Alter sollte man das Bett wechseln?

Erfahren sie hier alles Wissenswerte zum Thema Kinderbett:

Weshalb ist die richtige Wahl des Bettes so wichtig?

Ein Baby schläft in den ersten Lebensmonaten im Durchschnitt bis zu 18 Stunden am Tag, da sie sich noch am Anfang ihrer Entwicklung befinden und im Schlaf viel verarbeiten. Ab einem Jahr benötigen sie dann nur noch 14 Stunden Schlaf täglich, um ausgeruht zu sein. Desto älter das Kind wird, desto weniger Schlaf braucht es. Mit zwei Jahren schlafen Kinder um die 13 Stunden täglich und mit drei Jahren nur noch 12 Stunden. Wenn die Kinder zur Schule gehen, benötigen sie nur noch 11 Stunden Schlaf am Tag. Wenn sie nicht genügend Schlaf bekommen, kann sich dies negativ auf ihr Gehirnwachstum auswirken und sie könnten ein Schlafdefizit entwickeln, welcher sie bis ins Erwachsenenalter begleiten kann. Kinder, die unter einem Schlafdefizit leiden, können das Wachstumshormon nicht vollständig ausschütten und entwickeln sich deshalb langsamer als Babys, die einen gesunden Schlaf haben. Zudem wird im Schlaf ihr Immunsystem gestärkt, was sie vor unerwünschten Krankheiten besser schützt.

Wo sollte das Bett stehen?

Ein gutes Bett garantiert noch lange keinen guten Schlaf. Die Schlafumgebung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Daher ist es wichtig, dass das Zimmer, indem das Kind schläft, vor dem Zubettgehen abgedunkelt wird, wenn es draußen hell ist. Denn erst bei Dunkelheit kann das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet werden, wodurch ein besseres Einschlafen ermöglicht wird. Zudem sollte die Matratze mit großem Bedacht ausgewählt werden, da sie genügend Komfort bieten, aber nicht zu weich sein sollte.

Welches Bett ist ratsam?

Um besser beurteilen zu können, welches Bett sich für ihr Kind am besten eignet, sollte man die Funktionen der verschiedenen Betten kennen:

  • Das Gitterbett: Dies ist wohl die am häufigsten gekaufte Variante, da es sich für sowohl Babys als auch Kleinkinder bis zu vier Jahren gut eignet. Hierbei sollte man beachten, dass der Lattenrost verstellbar ist, damit das Baby in den ersten Lebenswochen besser erreichbar ist, aber auch damit es nicht so leicht herausklettern kann, wenn es älter wird. Das besondere an dem Gitterbett sind aber die herausnehmbaren Gitterstäbe, welche sich teilweise oder auch ganz entfernen lassen können. Dadurch ist ein Umbau vom Kinder- zum Jugendbett sehr einfach und kosteneffizienter, da es mehrere Jahre lang benutzt werden kann.
  • Das Beistellbett: Dieses Bett ist besonders praktisch für Eltern, die ihr Kind gerne so nah wie möglich bei sich haben möchten. Dieses Bett lässt sich problemlos an das Elternbett montieren und sorgt dafür, dass das Baby in den ersten Lebensmonaten immer in Reichweite ist. Vor allem für die Mutter ist es praktisch, da sie nicht aufstehen zu braucht, um ihr Baby zu stillen. Wenn man dieses Bett von Beginn an etwas größer kauft, kann auch dieses mehrere Jahre lang verwendet werden.
  • Die Wiege: Hier spricht vor allem die Größe für sich. Babys fühlen sich in kleineren Schlafbetten wohler, da es sie an die Zeit im Bauch ihrer Mutter erinnert. Außerdem hat die Schaukelfunktion einen beruhigenden Effekt auf das Kind und erleichtert dadurch das Einschlafen. Dies hat den Vorteil, dass die Kinder früher lernen, allein einzuschlafen, ohne von den Eltern hochgehoben zu werden.

Einige Eltern kaufen sich bereits zu Beginn ein Gitterbett oder ein Beistellbett, welches sie jahrelang benutzen können, bis sie auf ein Jugendbett umsteigen. Andere kaufen sich eine Wiege und wechseln dann erst zu einem Gitterbett und anschließend zu einem Jugendbett. Die Wahl des Bettes oder auch die Anzahl ist den Eltern komplett freigestellt, jedes Bett hat seine Vor- und Nachteile. Am Ende sollte man auf sein Bauchgefühl hören, wenn es um das Wohlbefinden des Kindes geht. Kein Bett ist schlechter als das andere. Es sollte jedoch robust und funktionell sein, damit es sich dem Wachstum anpassen kann.

Kind im Bett

Wann sollte man von einer Wiege zum Bett wechseln?

Wenn die Eltern von einem Babybett zu einem Jugendbett wechseln, bedeutet es, dass die Kinder aus ihrem alten Bett rausgewachsen sind. Doch ab welchem Alter ist es ratsam, das Bett zu wechseln und sollte das Bett immer noch im Elternschlafzimmer stehen? Wenn sie sich am Anfang für eine Wiege entschieden haben, sollten sie ab spätestens dem 6. Lebensmonat zu einem größeren Bett wechseln, da die meisten Kinder in diesem Alter herauswachsen. Es kommt natürlich auf die Größe der Wiege an, wenn man eine größere Wiege kauft, kann diese auch länger genutzt werden. Sobald die Babys aber anfangen zu krabbeln oder aus der Wiege versuchen herauszuklettern, sollte man auf ein Gitterbett umsteigen.

Wenn sie gleich zu Beginn ein Gitterbett hatten, sollten sie ab dem Krabbelalter die Matratze senken, damit das Kind nicht hinaussteigen und sich verletzen kann. Wenn das Kind anfängt zu laufen, sollte man in Erwägung ziehen, einzelne Stäbe rausnehmen, da das Kind größeres Verlangen haben wird herauszuklettern. Im Durchschnitt beginnen die Babys ab dem 10. Monat an zu krabbeln und mit einem Jahr an zu laufen. Mit wachsendem Alter sollte man nach und nach weitere Stäbe herausnehmen, damit das Kind, sobald es eigenständig laufen kann, zum Jugendbett umgebaut werden kann. Ein durchschnittliches Gitterbett ist 1,20 Meter lang und wird deshalb mit ungefähr 5 Jahren zu klein für das Kind. Ein größeres Bett sollte daher dann spätestens gewechselt worden sein.

Das nächstgrößere Bett ist dann das Jugendbett, welches 2 Meter lang ist. Hierbei gibt es kein vorgegebenes Alter, ab wann das Kind darin schlafen sollte. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell. Manche Eltern lassen ihr Kind bereits ab 3 Jahren im Jugendbett schlafen, andere hingehen erst ab dem Schulalter. Wenn sie zu einem Jugendbett wechseln, bedeutet es auch, dass das Bett nicht mehr in Elternschlafzimmer stehen wird. Es ist natürlich allen Eltern freigestellt, wann sie das Kind nicht mehr bei sich im Zimmer schlafen lassen, doch es ist ratsam, damit anzufangen, wenn das Kind gelernt hat, die ganze Nacht durchzuschlafen. Frühestens aber einem Alter von einem Jahr. Die Faustregel ist aber: Wenn das Kind groß genug für ein Jugendbett ist, ist es auch bereit, für ein eigenes Zimmer.

Auch wenn das Kind noch in das alte Bett zu passen scheint, sollte man den Wechsel des Bettes nicht zu sehr hinauszögern. Viele Kinder bewegen sich nachts viel, was den Schlaf im alten Bett nicht mehr so komfortabel macht. Es besteht auch die Gefahr, dass das Kind sich dadurch den Kopf stoßen und verletzen kann.

Fazit

Die Eltern müssen für sich selbst entscheiden, ob sie sich als erstes Kinderbett eine Wiege oder ein Gitterbett holen. Beide haben ihre Vorteile. Die Wiege sollte allerdings ab ungefähr sechs Monaten abgeschafft werden, da das Kind aus ihr herauswächst. Das Gitterbett hingegen kann mehrere Jahre benutzt werden, da es durch das praktische Herausnehmen der Gitterstäbe und Senkung der Matratze sehr funktional ist. Wann das Kind allerdings für sein eigenes Jugendbett bereit ist, hängt von der Entwicklung des Kindes ab. Es sollte jedoch nicht vor dem dritten Lebensjahr geschehen, um mögliche Verletzungen zu vermeiden.

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Über den Autor:

Jana Krüger
Jana ist eine wissensdurstige Texterin mit einem kürzlich erworbenen Bachelor in Germanistik, die sich auf medizinische Texte spezialisiert hat und in ihrer Freizeit gerne Yoga macht und lehrt.
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